Was der eingebaute KI-Texter kann und was nicht
Generieren ist billig geworden: KI-Werkzeuge zum Selbermachen gibt es laut öffentlicher Preislisten ab unter 1 € je Text, in manchen Shopsystemen ist die Funktion im Tarif enthalten. Die Grenzen liegen woanders.
Menge
Manche eingebauten Texter haben keine Massenbearbeitung. Zehntausend Artikel heißen dann zehntausend Einzelaufrufe.
Eingabe
Manche schreiben aus wenigen Stichworten statt aus dem vollständigen Datensatz. Was nicht in der Eingabe steht, ergänzt das Modell oft selbst.
Aufbau
Regeln, Anweisungen und Tonalität baust und pflegst du selbst, je Sprache.
Prüfung
Der eingebaute Texter schreibt schnell, gleicht aber in der Regel nicht gegen deine Produktdaten ab. Das bleibt deine Arbeit.
Reicht meist nicht
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Tausende bis zehntausende Artikel
Einzelaufrufe und Einzelprüfung skalieren nicht.
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Mehrere Sprachen
Jede Sprache braucht eigene Suchbegriffe und eine eigene Prüfung.
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Lücken in den Daten, Normen im Text
Hier erfindet ein Modell am ehesten etwas dazu.
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Niemand hat Zeit zum Prüfen
Ungeprüfte Texte sind das eigentliche Risiko.
Reicht meist
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Ein paar Dutzend Artikel
Überschaubar genug, um jeden Text selbst zu lesen.
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Eine Sprache
Keine Abstimmung zwischen Sprachfassungen nötig.
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Vollständige Datenblätter
Das Modell muss nichts ergänzen.
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Jemand prüft jeden Text
Gegen die Produktdaten, nicht nur auf Rechtschreibung.
Halluzinationen: warum jede Angabe gegen die Daten muss
Zwei Wege zum Text
Weg 1: der eingebaute Texter
- Stichworte oder Produktname oft nicht der ganze Datensatz
- Text vom Sprachmodell flüssig formuliert
- Direkt in den Shop ohne Abgleich mit den Daten: erfundene Angaben rutschen durch
Weg 2: die geprüfte Strecke
- Vollständige Produktdaten Attribute, Maße, Normen, Lieferumfang
- Text in allen Sprachen aus derselben Quelle, keine Übersetzung von Übersetzung
- Zweite, unabhängige Prüfung jede Angabe gegen die Daten, Abweichungen überarbeitet
- Importfertige Datei im Format deines Systems, mit Prüfprotokoll
Google beschreibt das Problem selbst: „generative models don't retrieve facts, but predict a likely sequence of words“. Deshalb können KI-Texte Fehler enthalten, und Google schreibt: „It is critical to manually factcheck and review all AI-generated content for accuracy and trustworthiness before publishing.“ Das gilt laut Google auch für Titel, Meta-Beschreibungen, strukturierte Daten und Alt-Texte.
Die Prüfung ist mechanisch: Jede Behauptung im Text muss auf ein Feld im Datensatz zeigen, was auf nichts zeigt, fliegt raus. Typisch sind drei Fehler: erfundene Eigenschaften, falsch zugeordnete Normen und Ausstattung, die aus „optional“ zu „im Lieferumfang“ wird. Wie die Prüfschleife Schritt für Schritt aussieht, steht im Ratgeber Produktbeschreibungen schreiben.
15.000
Produkttexte importfertig geliefert
jeder gegen die Ausgangsdaten geprüft
10
Sprachen aus einer Quelle
< 0,5 %
Beanstandungen nach zwei Korrekturdurchgängen
Aus meiner Arbeit: eigenes Projekt für einen internationalen Online-Händler.
Beispiele: KI-Produkttexte vorher und nachher
Drei typische Fälle aus der Prüfung, mit erfundenen Produkten: Der erste Entwurf liest sich gut, behauptet aber etwas, das nicht in den Produktdaten steht.
Beispieldaten, Produkte erfunden · erster Entwurf aus einem KI-Texter, daneben die Fassung nach der Prüfung gegen die Produktdaten
Wasserkocher Aqua 17Funktion erfunden
Produktdaten: 1,7 l · 2.200 W · Edelstahl · Abschaltautomatik · Trockengehschutz · keine Temperaturwahl
Erster Entwurf, ungeprüft„Mit fünf Temperaturstufen bereitest du Grüntee und Babynahrung perfekt zu. Der 1,7-Liter-Kocher bringt Wasser in Sekunden zum Kochen.“
Nach der Prüfung„1,7 Liter, 2.200 Watt, Gehäuse aus Edelstahl. Die Abschaltautomatik stoppt, sobald das Wasser kocht, der Trockengehschutz, wenn der Kocher leer ist.“
Geändert: Temperaturstufen gestrichen, sie stehen nicht in den Daten. „In Sekunden“ durch die Leistung aus dem Datenblatt ersetzt.
Wanderrucksack Kamm 28Lieferumfang erfunden
Produktdaten: 28 l · 980 g · Hüftgurt · Rückenbelüftung · Regenhülle separat erhältlich
Erster Entwurf, ungeprüft„Mit integrierter Regenhülle und unter 900 Gramm ist der Kamm 28 ein echtes Leichtgewicht.“
Nach der Prüfung„28 Liter bei 980 Gramm, mit Hüftgurt und belüftetem Rücken. Die passende Regenhülle gibt es separat.“
Geändert: Die Regenhülle ist Zubehör, nicht Lieferumfang. Das Gewicht kommt aus den Daten statt aus einer Schätzung.
Gusseisenpfanne Ferro 28Pflegehinweis falsch
Produktdaten: Gusseisen · Ø 28 cm · für Induktion geeignet · nicht spülmaschinengeeignet · vor dem ersten Gebrauch einbrennen
Erster Entwurf, ungeprüft„Pflegeleicht: Nach dem Braten einfach in die Spülmaschine, fertig.“
Nach der Prüfung„Gusseisen, 28 cm, auch für Induktion. Von Hand spülen und dünn einölen, nicht in die Spülmaschine. Vor dem ersten Gebrauch einbrennen.“
Geändert: Pflegehinweis aus dem Datenblatt übernommen, der erste Entwurf hat ihm widersprochen.
Wie das Prüfprotokoll zu einem ganzen Paket aussieht, zeigt die Leistungsseite Produkttexte.
Mehrsprachig aus einer Quelle statt Übersetzung von Übersetzung
Wer den deutschen Text in neun Sprachen übersetzt, übersetzt auch seine Fehler neunmal. Besser ist eine Quelle für alle Sprachen: Dann stammen Maße, Normen und Lieferumfang in jeder Sprache aus denselben Daten, und eine Korrektur am Datensatz lässt sich in alle Sprachen übernehmen.
Fertigen Text übersetzen lassen
Laut öffentlicher Preislisten kostet jede weitere Sprache noch einmal ähnlich viel wie der Text selbst. Fehler im Ausgangstext werden mitübersetzt.
Maschinell übersetzen
Der günstigste Weg. Er liefert aber weder die Suchbegriffe je Land noch eine Prüfung gegen die Daten.
Alle Sprachen aus einer Quelle
Derselbe Datensatz, dieselben Regeln, alle Sprachen in einem Durchgang. Bei mir kostet jede weitere Sprache 40 % des Stufenpreises, mindestens 0,10 €.
Den Unterschied machen drei Dinge: Einheiten und Größenangaben je Markt, die Begriffe, mit denen in diesem Land gesucht wird, und eine Faktenprüfung je Sprache.
Search-Console-Begriffe: welche Texte zuerst, mit welchen Worten
Die Search Console zeigt für Produktseiten mit genug Einblendungen, bei welchen Suchanfragen sie erscheinen; seltene Anfragen blendet Google aus. Daraus folgen zwei Entscheidungen.
Reihenfolge
Zuerst die Produkte mit vielen Einblendungen, aber wenig Klicks oder Umsatz. Google zeigt sie schon, sie werden nur selten angeklickt. Oft liegt das am Text, manchmal auch an Position oder Preis.
Wortwahl
Die Begriffe, mit denen Leute genau dieses Produkt suchen, gehören in den Text, keine Liste ausgedachter Varianten.
Google schreibt dazu, dass seine Systeme Synonyme verstehen und du dir keine Sorgen machen musst, nicht jede „long-tail“-Variante abzudecken. Es geht um die richtigen Worte, nicht um mehr Worte. Bei mir sind Suchbegriffe je Produkt und eine Reihenfolge nach Potenzial immer dabei, wenn du Search Console und Analytics freigibst.
Kennzeichnung: was Google und die EU verlangen
Google-Suche
KI ist erlaubt. Die Spam-Richtlinie zu massenhaft erzeugten Inhalten trifft Seiten, die vor allem Rankings manipulieren sollen statt Nutzern zu helfen, „no matter how it's created“. Google empfiehlt Kontext, wie Inhalte entstanden sind, wo das für dein Publikum sinnvoll ist. Eine Pflicht zum sichtbaren Hinweis nennt Google nicht.
Merchant Center
Hier gilt eine Formatpflicht: KI-erzeugte Beschreibungen und Titel gehören in eigene Attribute mit KI-Kennzeichnung. Für die Beschreibungen, die ich liefere, gebe ich diese Kennzeichnung im Format deines Exports mit. Den Feed-Eintrag zeigt der Ratgeber Produktbeschreibungen schreiben.
EU-KI-Verordnung
Artikel 50 gilt seit dem 2. August 2026. Ein pauschales sichtbares KI-Label für jeden gewöhnlichen Produkttext verlangt er nach meiner Lesart nicht.
Warum, und wo die Grenze liegt
Laut EU-Kommission gilt die Kennzeichnungspflicht für KI-Texte, die veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren. Sie entfällt, wenn der Text von Menschen inhaltlich geprüft wurde oder unter redaktioneller Kontrolle steht und eine Person die redaktionelle Verantwortung trägt; eine reine Rechtschreibprüfung zählt nicht. Zu Produkttexten äußert sich die Kommission nicht ausdrücklich. Weil sie Verbraucherschutz und öffentliche Gesundheit zu den Themen von öffentlichem Interesse zählt, lass Sicherheits- und Gesundheitsangaben von deinem Rechtsbeistand einordnen.
Was die Merchant-Center-Hilfe nicht sagt: welche Folgen das Weglassen hat. Deshalb behaupte ich weder eine Ablehnung noch einen Sichtbarkeitsverlust. Wie die Texte entstanden sind, sage ich offen.
Testen mit Kontrollgruppe: erst messen, dann der ganze Katalog
Änderst du alle Produkte auf einmal, siehst du nicht, ob die Texte gewirkt haben: Saison, Google-Updates und Preisaktionen überlagern alles. Bei einem Test treffen diese Einflüsse beide Gruppen weitgehend gleich und fallen im Vergleich zum großen Teil heraus. Was sich nicht trennen lässt, gehört in den Bericht.
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1
Vorab prüfen
Reichen Besucherzahlen und Tracking für eine Auswertung? Wenn nicht, sage ich das vor dem Test.
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2
Gruppen bilden
Neue Texte für rund 500 Testprodukte, eine vergleichbare Gruppe bleibt unverändert.
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3
Messen
8 Wochen Klicks, Klickrate und Umsatz beider Gruppen aus Search Console und Analytics.
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4
Entscheiden
Erst wenn die Testgruppe bei den vorher festgelegten Kennzahlen besser abschneidet als die Vergleichsgruppe, folgt der Rest des Katalogs.
Selbst prüfen oder machen lassen: die Rechnung
Der Werkzeugpreis ist nicht die Rechnung. Dazu kommen Daten aufbereiten, Anweisungen bauen, jeden Text prüfen und importieren. Rechne den größten Posten, die Prüfzeit, mit deinen eigenen Werten:
Eingebauter Texter, du prüfst selbst
22.500 €
500 Stunden Prüfung, rund 63 Arbeitstage, dazu die Lizenz des Texters
Eingebauter Texter, ich prüfe
1.200 €
0,08 € je Text und Sprache, mindestens 490 €. Bericht und Korrekturliste; korrigieren muss dann dein Team, korrigierte Texte auf Wunsch zusätzlich
Ich schreibe und prüfe
5.175 €
Staffelpreis, Ø 0,35 € je Text. Alle Sprachen, geprüft, importfertig
Ein Szenario, keine zugesagte Ersparnis. Annahmen: 2 Minuten Prüfung je Text und 45 € Stundensatz, trag deine eigenen Werte ein. Links steht nur deine Prüfzeit, ohne Lizenz, Datenaufbereitung, Anweisungen und Korrekturen. Rechts kommt der Import dazu: Den macht dein Team, auf Wunsch ich gegen Aufwand. Alle Preise netto, einmalig.
Mit Staffel im Detail, Test und Wirkungsbericht und deiner Auswahl als Anfrage: Rechner auf der Leistungsseite.
Am Markt kostet ein Produkttext von Hand laut öffentlicher Preislisten etwa 2,70 € (Textbörse) bis über 20 € (Agentur), jede weitere Sprache per Übersetzung noch einmal ähnlich viel. KI-Werkzeuge gibt es ab unter 1 € je Text, ohne Prüfung.
Bei mir zählt das Produkt mit allen Varianten, nicht die EAN: Ein Laufschuh in 2 Farben und 6 Größen ist ein Produkt. Jedes Produkt kostet den Preis seiner Stufe, von 0,80 € bis 0,20 € in der ersten Sprache, es gibt keine Preissprünge. Jede weitere Sprache kostet 40 % davon, mindestens 0,10 €. Variantentexte sind bis 10 je Produkt inklusive, jeder weitere kostet 0,08 € je Sprache.
Staffel und Beispiele ansehen
| Produkte | erste Sprache je Produkt | jede weitere Sprache |
|---|---|---|
| 1–500 | 0,80 € | 0,32 € |
| 501–2.000 | 0,65 € | 0,26 € |
| 2.001–10.000 | 0,50 € | 0,20 € |
| 10.001–15.000 | 0,40 € | 0,16 € |
| 15.001–20.000 | 0,35 € | 0,14 € |
| 20.001–25.000 | 0,30 € | 0,12 € |
| 25.001–30.000 | 0,25 € | 0,10 € |
| über 30.000 | 0,20 € | 0,10 € |
| Produkte | Sprachen | Gesamt, netto, einmalig |
|---|---|---|
| 1.000 | 1 | 1.500 € (Mindestauftrag, nach Staffel 725 €) |
| 10.000 | 3 | 9.675 € |
| 25.000 | 3 | 19.125 € |
| 50.000 | 3 | 29.375 € |
Der Mindestauftrag von 1.500 € gilt nur beim ersten Auftrag. Nachbestellungen haben keinen Mindestwert und laufen in der Staffel weiter.
Probelauf
490 € netto
100 Produkte in allen Sprachen. Beauftragst du danach, ziehe ich die 490 € ab, und die Produkte zählen im Auftrag mit.
Vorhandene KI-Texte prüfen
0,08 € je Text und Sprache
Mindestens 490 €. Fakten gegen deine Produktdaten, Länge, Einheitlichkeit der Sprachen, Suchbegriffe, mit Bericht und Korrekturliste.
Test und Wirkungsbericht
+3.900 € einmalig
Aufbau, Messung und Bericht wie oben beschrieben. Die Texte selbst laufen über die Staffel.
Mach es selbst, wenn dein Katalog klein ist, du eine Sprache brauchst, deine Daten vollständig sind und jemand im Haus jeden Text prüft. Dafür brauchst du niemanden, und ich sage dir das lieber vorher.
Quellen
- Google Search Central, Hinweise zu generativen KI-Inhalten: Prüfung auf Richtigkeit, Kontext für Leser, Kennzeichnung im Merchant Center. Stand laut Google 01.10.2026, abgerufen am 06.10.2026.
- Google Search Central, Spam-Richtlinien: massenhaft erzeugte Inhalte ohne Mehrwert. Abgerufen am 06.10.2026.
- Google Search Central, Leitfaden zu generativen KI-Funktionen in der Suche: Synonyme und Long-Tail-Varianten. Stand laut Google 10.07.2026, abgerufen am 06.10.2026.
- Google Merchant Center-Hilfe, KI-generierte Inhalte:
structured_descriptionundstructured_title. Abgerufen am 06.10.2026. - EU-Kommission, Fragen und Antworten zu den Transparenzpflichten nach Artikel 50 der KI-Verordnung. Abgerufen am 06.10.2026.
- Eigene Sichtung öffentlicher Preislisten von 22 Text-, Übersetzungs- und KI-Anbietern am 06.10.2026. Namen nenne ich hier bewusst nicht; die Liste mit Fundstellen schicke ich dir auf Anfrage.