Relaunch und Systemwechsel

Beim Relaunch entscheidet nicht das Design.
Sondern die Weiterleitungsliste.

Neues System, neue Struktur, neuer Auftritt: Was dabei verloren geht, merkt man erst Wochen später. Ich sichere vorher, was deine Website heute wert ist, und belege danach, was davon angekommen ist.

40 Mio.+

URLs im größten Crawl-Projekt

eigener Crawler, keine Stichprobe

100 Mio.

Logzeilen im Monat ausgewertet

der Beleg, was Google wirklich abruft

seit 2012

technisches SEO in der Praxis

Team Lead SEO in einem großen internationalen Shop

Vier Ausgangslagen

An welcher Stelle stehst du gerade?

Der Zeitpunkt entscheidet über Aufwand und darüber, was überhaupt noch zu retten ist. Vier Einstiege, die sich in der Praxis unterscheiden.

Einstieg wählen

Der Termin steht, die Liste noch nicht

Die günstigste Stelle, an der ich dazukomme. Solange die alte Website erreichbar ist, lässt sich der Bestand vollständig sichern: jede URL, die Klicks hatte, jede, die Links von außen trägt, jede, die im Index steht. Danach ist das Rekonstruktion.

  • Vollständiger Crawl der alten Website, nicht die Sitemap, die jemand gepflegt hat
  • Search-Console-Export über zwölf Monate: welche URLs haben wirklich Klicks gebracht
  • Weiterleitungsliste aufbauen und gegen beides prüfen, bevor sie in den Server geht
  • Testkatalog mit Akzeptanzkriterien, den deine Entwicklung vor dem Go-Live abhakt

Staging steht, die Liste existiert, geprüft hat sie niemand

Der häufigste Zeitpunkt. Meist gibt es bereits eine Zuordnung von alt auf neu, oft aus dem neuen System exportiert. Genau da sitzt der Fehler, der später Monate kostet. Die Prüfung dauert Tage, nicht Wochen.

  • Abgleich der vorhandenen Liste gegen den Altbestand: was fehlt, was zeigt ins Leere
  • Ketten, Schleifen und Sammel-Weiterleitungen auf die Startseite aufdecken
  • Staging auf Indexierbarkeit prüfen, damit es nicht selbst in den Index rutscht
  • Markup, Canonicals und Sprachverweise auf der neuen Umgebung gegenlesen

Live seit Wochen, die Sichtbarkeit ist weg

Unangenehm, aber nicht hoffnungslos. Der Altbestand lässt sich aus mehreren Quellen zurückholen, solange die Zahlen noch in der Search Console stehen. Wichtig ist die Reihenfolge: erst die Ursache belegen, dann reparieren.

  • Alt-URLs aus Search Console, Logfiles, Backlink-Quellen und dem Webarchiv zusammenführen
  • Prüfen, was die Fehlerseite wirklich zurückgibt — oft antwortet sie mit Status 200
  • Verluste nach Bereich sortieren: Kategorien, Produkte, Inhalte getrennt betrachten
  • Reparatur nach Wirkung priorisieren, damit die wertvollsten Adressen zuerst zurückkommen

Es liegt ein Konzept vor, du willst es geprüft haben

Eine Agentur oder deine Entwicklung hat ein Weiterleitungs- und URL-Konzept geliefert. Du willst wissen, ob es trägt, bevor du es freigibst. Klar abgegrenzter Auftrag, Festpreis, Ergebnis in wenigen Tagen.

  • Konzept gegen den tatsächlichen Altbestand halten, nicht gegen die Theorie
  • URL-Struktur auf Facetten, Parameter und Paginierung prüfen, bevor sie zementiert ist
  • Schriftliche Einschätzung mit Risiken, Lücken und der Reihenfolge der Korrekturen
  • Keine Umsetzung, keine Abhängigkeit — du bekommst ein Urteil, keine Folgerechnung

Der teuerste Fehler

Die Liste wird von der falschen Seite her gebaut.

Fast jedes Projekt macht denselben Griff: Man exportiert die Sitemap der neuen Website und sucht zu jeder neuen Adresse die passende alte. Das fühlt sich vollständig an, ist es aber nicht. Denn was es neu nicht mehr gibt, taucht in dieser Liste nie auf — und genau dort steht der Bestand, den deine Website über Jahre aufgebaut hat.

Die Richtung muss umgekehrt sein. Der Anfang ist immer der Altbestand, und der liegt nicht in einer Sitemap, sondern im Crawl der alten Website, im Leistungsbericht der Search Console und in den Logfiles.

Zwei Wege zur selben Liste — mit sehr unterschiedlichem Ergebnis
# So entsteht die Liste in den meisten Projekten
Sitemap der NEUEN Website exportieren
  -> je neuer URL die passende alte suchen
  -> was sich nicht zuordnen lässt, fällt weg
   Ergebnis: Alles, was es neu nicht mehr gibt, ist unsichtbar.
   Genau dort steckt der Bestand, der Klicks gebracht hat.

# So muss sie entstehen
Vollständiger Crawl der ALTEN Website
  + Search-Console-Export der letzten 12 Monate
  + Logfiles, falls vorhanden
  + Adressen mit Links von aussen
  -> zusammenfuehren, doppelte entfernen
  -> je alter URL das inhaltlich naechste Ziel bestimmen
   Ergebnis: Die Liste beginnt beim Bestand, nicht beim Wunsch.
   Was kein Ziel bekommt, wird bewusst zu 410 statt still zu 404.
Der obere Weg ist schneller und übersieht systematisch genau die Adressen, auf die es ankommt.

Kostenlos, ohne Anmeldung

Prüf deine Liste, bevor sie live geht.

Die Fehler, die man einer Weiterleitungsliste ansieht, findest du hier in Sekunden. Alles läuft in deinem Browser, nichts geht an einen Server.

Weiterleitungsliste prüfen

Was in deiner Liste schon jetzt kaputt ist.

Füge deine Zuordnung von alten zu neuen Adressen ein. Der Prüfer läuft in deinem Browser, nichts wird übertragen. Er misst nicht, ob eine Adresse erreichbar ist, sondern findet die Fehler, die man der Liste schon ansieht: Ketten, Schleifen, Sammel-Weiterleitungen auf die Startseite, Ziele auf der alten Domain.

Befunde

Beispielliste mit erfundenen Adressen. Der Prüfer ersetzt keinen Abgleich gegen die alte Website und die Search Console: Was in der Liste fehlt, kann er nicht finden. Genau dafür ist der Crawl der alten Seite da.

Noch keine Liste?

Alte Seite gegen Vorschau, Adresse für Adresse.

Der Relaunch-Check ruft bis zu 50 Adressen deiner alten Website auf der neuen auf, prüft jede Weiterleitung, vergleicht Titel, H1 und Markup und schlägt für fehlende Seiten ein Ziel vor — als CSV, .htaccess und nginx.

Relaunch-Check starten

Das Werkzeug vor dem Go-Live

Ein Testkatalog, den deine Entwicklung abhaken kann.

„SEO muss noch geprüft werden" ist kein Arbeitsauftrag. Ein Testkatalog schon: jeder Punkt mit einem Kriterium, das erfüllt ist oder nicht, und mit einem Messpunkt, an dem man es sieht. So wird aus einer Meinung eine Abnahme.

Auszug aus einem Migrations-Testkatalog
# Auszug aus einem Migrations-Testkatalog
# Jede Zeile hat ein Akzeptanzkriterium, das jemand abhaken kann.

T-01  Jede Alt-URL mit Klicks antwortet mit genau EINER Weiterleitung
      auf ein Ziel mit Status 200. Kein Sprung über Zwischenstationen.

T-02  Die Fehlerseite antwortet mit Status 404, nicht mit 200.
      Pruefung: zehn erfundene Adressen, alle liefern 404.

T-03  Staging ist per Passwort gesperrt, nicht per noindex.
      Ein gesperrtes Verzeichnis kann Google nicht lesen, ein noindex schon.

T-04  Jede indexierbare Seite verweist auf sich selbst als Canonical,
      in genau der Form, die auch die Sitemap nennt.

T-05  Produktdaten im Markup stimmen mit der sichtbaren Seite ueberein:
      Preis, Verfuegbarkeit, Varianten.

T-06  Rueckfallrisiko: Wird der Test nach vier Wochen wiederholt?
      Weiterleitungen verschwinden gern beim naechsten Deploy.
Sechs von typischerweise dreißig bis sechzig Punkten, je nach Größe und Zahl der Systeme.

Klare Abgrenzung

Wie es typischerweise läuft — und wie es laufen sollte.

Relaunch ohne SEO-Begleitung

  • Die Liste kommt aus der neuen Website

    Zu jeder neuen Adresse wird die passende alte gesucht. Was es neu nicht mehr gibt, taucht in dieser Liste nie auf.

  • Die Fehlerseite antwortet mit Status 200

    Für Menschen sieht sie richtig aus. Für Suchmaschinen ist damit jede gelöschte Seite eine gültige Seite ohne Inhalt.

  • Staging wird per noindex gesperrt

    Verlinkt ist es trotzdem und rutscht in den Index. Ein Passwortschutz hätte das von vornherein verhindert.

  • Der Einbruch fällt vier Wochen später auf

    Dann weiß niemand mehr, welche Adressen es vorher gab und welche Zahlen an ihnen hingen.

  • Die Ursachensuche beginnt bei null

    Der Altbestand wurde nirgends gesichert. Jede Frage danach ist Rekonstruktion aus Resten.

Relaunch mit Begleitung

  • Die Liste beginnt beim Altbestand

    Crawl der alten Website, Search-Console-Export und Logfiles. Lücken sind sichtbar, bevor sie wehtun.

  • Jeder Statuscode ist geprüft, nicht angenommen

    Zehn erfundene Adressen, alle müssen mit 404 antworten. Der Test steht im Katalog und wird abgehakt.

  • Staging ist per Passwort gesperrt

    Was Google nicht abrufen kann, kann es nicht indexieren. Der noindex ist dann nur noch die zweite Sicherung.

  • Der Abgleich läuft am Go-Live-Tag

    Crawl gegen die Liste, dazu die ersten Logfiles. Fehler kosten an diesem Tag Stunden statt Monate.

  • Der gesicherte Bestand liegt als Datei vor

    Jede spätere Frage lässt sich daran beantworten, auch noch in einem Jahr.

Ablauf

Von der alten Website bis zur Nachmessung.

  1. 01

    Bestand sichern

    Woche 1

    Crawl der alten Website, Search-Console-Export, Logfiles und Links von außen. Das Ergebnis ist eine Liste aller Adressen, die etwas wert sind — mit der Zahl daneben, warum.

  2. 02

    Zuordnung bauen und prüfen

    Woche 1–2

    Je alter Adresse das inhaltlich nächste Ziel. Regelbasiert, wo es Muster gibt, von Hand, wo es keine gibt. Danach die Prüfung auf Ketten, Schleifen, Sammel-Weiterleitungen und Lücken.

  3. 03

    Testkatalog übergeben

    Woche 2

    Die Prüfpunkte, die vor dem Go-Live erfüllt sein müssen, mit Akzeptanzkriterium und Messpunkt. In der Sprache deiner Entwicklung, nicht als Foliensatz.

  4. 04

    Go-Live begleiten

    Go-Live

    Am Tag der Umstellung ein Crawl gegen die Liste, dazu die ersten Logfiles. Fehler, die jetzt auffallen, kosten Stunden. Dieselben Fehler in vier Wochen kosten Monate.

  5. 05

    Nachmessen

    Woche +1 bis +6

    Nach sieben Tagen Logfile-Abgleich, nach vier Wochen Search Console gegen den gesicherten Bestand. Was nicht zurückgekommen ist, wird zum Ticket.

Preis

Festpreis, bevor der erste Crawl läuft.

Der Preis hängt an zwei Zahlen: wie groß der Altbestand ist und wie viele Systeme beteiligt sind. Beides sehe ich nach einem kurzen Blick auf die Domain. Danach bekommst du eine Zahl, und die gilt. Keine Stundenabrechnung.

Eine zweite Meinung zu einem vorliegenden Konzept ist deutlich günstiger als die volle Begleitung und in wenigen Tagen erledigt. Wenn du nicht weißt, was du brauchst, klären wir das im kostenlosen Check, bevor irgendetwas beauftragt wird.

Damit du weißt, was du kaufst

Was diese Begleitung nicht ist.

Kein Design- und kein Projektmanagement-Auftrag

Ich entscheide nicht über Layout, Wording oder Zeitplan. Ich sage, was aus SEO-Sicht passieren muss, und woran man merkt, dass es passiert ist.

Keine Garantie auf gleiche Rankings

Ein Relaunch ändert Struktur, Inhalte und Ladezeit. Was sich ändert, kann sich auch in der Bewertung ändern. Was sich vermeiden lässt, sind die technischen Verluste — und die machen den Großteil aus.

Kein Ersatz für deine Entwicklung

Ich liefere Tickets mit Akzeptanzkriterium, keine Deployments auf deine Systeme. Wenn du niemanden hast, der umsetzt, klären wir das vorher statt hinterher.

Keine Umstellung gegen den Kalender

Wenn der Termin so eng ist, dass der Bestand nicht mehr sauber gesichert werden kann, sage ich das. Ein verschobener Go-Live ist billiger als ein halbes Jahr Rückholaktion.

Kleine Website, die komplett neu entstehen soll statt umzuziehen? Dafür gibt es Website erstellen lassen, ab 1.500 €, Weiterleitungen der alten Adressen inklusive.

So könnte deine Anfrage aussehen

So könnte deine Anfrage aussehen.

„Wir stellen im Januar von einem alten Shopsystem auf ein neues um, rund 40.000 Artikel. Die Agentur hat eine Weiterleitungsliste geliefert, die aus dem neuen System exportiert wurde. Wir hätten gern eine zweite Meinung dazu, bevor wir freigeben.“
Diese Anfrage übernehmen

Der Text steht dann im Formular, du passt nur Zahlen und System an.

Relaunch, ehrlich beantwortet.

Wann sollte ich dazukommen?

So lange die alte Website noch erreichbar ist. Der Bestand lässt sich nur dort vollständig sichern. Realistisch: vier bis sechs Wochen vor dem geplanten Go-Live, bei großen Katalogen früher. Wenn der Termin näher ist, geht es trotzdem — dann wird die Prüfung enger und ich sage dir, was ich in der Zeit nicht garantieren kann.

Der Traffic ist schon eingebrochen. Ist es zu spät?

Nein, aber es wird aufwendiger. Solange die Search Console noch Daten aus der Zeit vor der Umstellung zeigt, lässt sich der Altbestand rekonstruieren: aus dem Leistungsbericht, aus Logfiles, aus Links von außen und aus dem Webarchiv. Die Search Console hält 16 Monate vor, das ist die eigentliche Frist.

Was kostet die Begleitung?

Festpreis, bestimmt durch die Größe des Altbestands und die Zahl der Systeme. Nach einem kurzen Blick auf Domain, URL-Zahl und Zeitplan nenne ich eine Zahl, bevor ich anfange. Keine Stundenabrechnung. Eine reine zweite Meinung zu einem vorliegenden Konzept ist deutlich günstiger als die volle Begleitung.

Wir haben schon eine Agentur für den Relaunch. Stört das?

Im Gegenteil, das ist der Normalfall. Ich arbeite gegen dieselbe Liste wie deine Agentur und deine Entwicklung, nur mit einer anderen Aufgabe: prüfen, belegen, Lücken benennen. Die Befunde gehen als Tickets an das Team, das ohnehin umsetzt.

Was ist der häufigste Fehler beim Relaunch?

Die Weiterleitungsliste wird aus der neuen Website gebaut statt aus der alten. Dann steht dort zu jeder neuen Adresse eine alte, aber alles, was es neu nicht mehr gibt, fehlt still. Genau dort sitzt der Bestand, der Jahre gebraucht hat. Der zweite große: eine Fehlerseite, die mit Status 200 antwortet. Sie sieht für Menschen richtig aus und ist für Suchmaschinen unsichtbar kaputt.

Weitere 4 Fragen anzeigen
Reicht es nicht, alles auf die Startseite weiterzuleiten?

Nein. Google wertet eine Weiterleitung, die die ursprüngliche Absicht nicht beantwortet, in der Regel als Soft-404 — die Seite wird behandelt, als hätte sie gar nicht geantwortet. Für Adressen ohne inhaltliches Gegenstück ist ein sauberer 410 der ehrlichere Weg als ein Sammel-Redirect.

Wie lange dauert es, bis die Sichtbarkeit zurück ist?

Bei einer sauber vorbereiteten Umstellung sind die meisten Adressen nach zwei bis vier Wochen wieder eingeordnet, größere Kataloge brauchen länger, weil Google sie in Etappen neu abruft. Nach einem verunglückten Relaunch hängt es davon ab, wie viel Bestand rekonstruierbar ist und wie schnell repariert wird. Termine nenne ich dazu keine, weil sie niemand halten kann.

Wechseln wir auch die Domain?

Falls ja, gehört das früh auf den Tisch, weil es ein eigener Schritt ist. Google kennt dafür eine Adressänderung in der Search Console, die aber nur greift, wenn die Weiterleitungen darunter sauber sind. Domainwechsel und Systemwechsel gleichzeitig sind machbar, machen die Fehlersuche danach aber deutlich schwerer.

Was bekomme ich am Ende in die Hand?

Den gesicherten Altbestand als Datei, die geprüfte Weiterleitungsliste, den Testkatalog mit Akzeptanzkriterien und nach der Umstellung den Abgleich, was zurückgekommen ist und was nicht. Alles in Formaten, mit denen dein Team weiterarbeiten kann, nicht als Präsentation.

Der Go-Live steht.
Reden wir, bevor er läuft.

Zwanzig Minuten, kostenlos. Danach weißt du, wie groß dein Altbestand ist, wo die Risiken liegen und ob du eine volle Begleitung brauchst oder nur eine zweite Meinung.

Kostenlosen Check anfragen