Produktdaten & Content

Produktbeschreibungen schreiben: eine Anleitung für Produktseite, Feed und Markup

Die meisten Anleitungen enden dort, wo die Arbeit anfängt: beim fertigen Text für ein Produkt. Hier geht es um denselben Text an drei Orten — Produktseite, Produktfeed und Markup — und um die Frage, wie du ihn für fünftausend Artikel produzierst statt für fünf. Was aus Googles Dokumentation stammt, steht wörtlich und mit Quelle da; was aus meiner eigenen Arbeit stammt, sage ich dazu.

Hasan Kalkan Informatiker, SEO seit 2012 10 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • 01Schreib nicht den Text zuerst, sondern den Attributsatz. Was nicht als Feld existiert, gehört nicht in den Text.
  • 02Shop-Fassung und Feed-Fassung sind zwei Fassungen aus einer Quelle: Der Feed verlangt reinen Text ohne Werbeangaben.
  • 03KI-Texte im Merchant Center gehören laut Google in ein eigenes Attribut, nicht in das normale Beschreibungsfeld.

Ein Produkttext hat drei Adressaten, und sie wollen unterschiedliche Dinge. Der Kunde will wissen, ob das Produkt zu ihm passt. Der Produktfeed will reine Daten in einem bestimmten Format. Und Suchmaschinen wie KI-Systeme wollen Angaben, die sie einem Feld zuordnen können. Wer nur für den ersten schreibt, verliert die beiden anderen.

Deshalb beginnt dieser Artikel nicht mit Formulierungstipps, sondern mit dem Datensatz. Alles Weitere folgt daraus: Aufbau, Länge, der Umgang mit KI, Varianten, Markup und die Frage, was passiert, wenn es nicht fünf Artikel sind, sondern fünftausend.

Ein Text, zwei Fassungen: Produktseite und Feed

Auf deiner Produktseite darfst du gestalten. Im Feed-Attribut description gilt anderes: Google nennt dort als Format reinen Text und als Grenze 5.000 Zeichen. Unerwünscht sind laut derselben Hilfeseite Vergleiche mit anderen Produkten, Verweise auf Kategorisierungssysteme, Links, Werbetext wie Preis, Aktionszeitraum, Versand oder Lieferdatum, der eigene Firmenname und Großbuchstaben zur Betonung.

Wer den Shoptext unverändert in den Feed kippt, verstößt gegen diese Vorgaben. Welche Meldung das im Merchant Center auslöst, steht dort nicht, deshalb behaupte ich keine Ablehnung, sondern nur den Verstoß. Die Arbeitsweise, die beides löst: ein Attributsatz als Quelle, daraus zwei Fassungen.

Beispielartikel · Daten erfunden

Die Quelle: was gesichert ist

Erst steht der Datensatz, dann der Text. Was hier nicht steht, wird nicht geschrieben — weder von dir noch von einem Sprachmodell. Fehlende Felder sind kein Grund zum Erfinden, sondern eine Aufgabe.

  • sku, name, lux 70, zulassung StVZO, akku 8 h, ladezeit 3 h, gewicht 118 g
  • halterung Lenker 22–32 mm werkzeuglos, lieferumfang Licht + Halterung + Kabel
  • fehlt: Schutzart, Farbe — kommt in die Lückenliste, nicht in den Text

Auf der Produktseite darfst du gestalten

Zwischenüberschriften, Aufzählungen, Tabellen, so lang, wie das Produkt Erklärung braucht. Die Reihenfolge bleibt trotzdem: das Wichtigste zuerst, weil Vorschauen und mobile Ansichten von vorne lesen und hinten abschneiden.

  • Was es ist und für wen
  • Die zwei bis drei Angaben, die es vom Nachbarartikel unterscheiden
  • Einsatz und Passung, dann Lieferumfang und Pflege
  • Zum Schluss die häufigsten Einwände als Antwort

Im Produktfeed gelten andere Regeln

Google nennt für das Attribut description als Format Plain Text und als Grenze 5.000 Zeichen. Unerwünscht sind laut derselben Hilfeseite unter anderem Vergleiche mit anderen Produkten, Links, Preis, Aktionen, Versandangaben, der eigene Firmenname und Großbuchstaben zur Betonung.

  • Ein durchgehender Fließtext ohne Auszeichnung
  • Wer die Shop-Fassung unverändert in den Feed kippt, verstößt gegen diese Vorgaben
  • Beim Kürzen fallen zuerst Markengeschichte, Pflege und Zubehörhinweise weg
  • Maße, Material, Norm, Kompatibilität und Lieferumfang fallen nie weg

Erst die Attribute, dann der Text

Ein Produkttext ist nur so gut wie der Datensatz dahinter. Die erste Regel lautet: Was nicht in den Daten steht, wird nicht geschrieben, weder von dir noch von einem Sprachmodell. Praktischerweise sind die Felder, die beim Texten ohnehin entstehen, genau die, die Google für Händlereinträge empfiehlt: description, brand.name, color, material, size, pattern, audience, category, gtin und sku.

Attributsatz vor dem Text
# Beispielartikel · Daten erfunden
sku:            ORB-70-SW
name:           Frontlicht Orbit 70
lux:            70
zulassung:      StVZO
akku_laufzeit:  8 h (mittlere Stufe)
ladezeit:       3 h über USB-C
gewicht_g:      118
halterung:      Lenker 22–32 mm, werkzeuglos
lieferumfang:   Licht, Halterung, Ladekabel
schutzart:      — (fehlt)
farbe:          — (fehlt)
Beispielartikel, Daten erfunden. Die beiden fehlenden Felder gehören in die Lückenliste, nicht in den Text.

Produkte ohne Datenblatt bekommen keinen Fließtext, sondern eine Liste der gesicherten Angaben. Text auf dünner Datenlage liest sich gut und ist trotzdem wertlos. In einem größeren Katalogprojekt lagen für rund die Hälfte der betroffenen Artikel in keiner Sprache brauchbare Ausgangstexte vor. Die richtige Empfehlung war dort, zuerst die Produktdaten zu klären und mit dem Rest anzufangen.

Aufbau und Länge: das Wichtigste nach vorn

Google empfiehlt für das Feed-Attribut wörtlich: „List the most important details in the first 160 - 500 characters.“ Das ist eine Empfehlung, kein Gebot, und sie begründet sich mit der Darstellung. Für die Produktseite ist dieselbe Reihenfolge trotzdem die bessere, weil Suchergebnisse, Vorschauen und mobile Ansichten von vorne lesen und hinten abschneiden. Der Einstieg mit Markengeschichte kostet genau den Platz, an dem die Kaufentscheidung hängt.

Eigenen Text einfügen

Was steht vor der 500er-Marke?

Google empfiehlt für die Feed-Beschreibung, die wichtigsten Angaben in den ersten 160 bis 500 Zeichen zu nennen. Füg deinen Text ein und sieh, was davor liegt. Nichts wird übertragen.

Zeichen gesamt

0

von 5.000 erlaubt

Sätze vor Zeichen 500

0

diese liest jeder

Wörter

0

zur Einordnung

Dein Text mit Marken

bis Zeichen 160 · bis 500 · danach ungefärbt

Die 160-bis-500-Empfehlung stammt aus der Merchant-Center-Hilfe zum Attribut description, die Grenze von 5.000 Zeichen aus der Produktdatenspezifikation (abgerufen am 21.09.2026). Für die Produktseite gibt es keine Zeichengrenze — die Reihenfolge ist dort trotzdem dieselbe.

Zur Wortzahl sagt Google selbst: „Are you writing to a particular word count because you've heard or read that Google has a preferred word count? (No, we don't.)“ Belegt ist damit nur: keine bevorzugte Wortzahl. Was ich in Projekten messe, nicht aus einer Studie: Verbrauchsartikel kommen mit 400 bis 600 Zeichen aus, erklärungsbedürftige Geräte brauchen 1.500 bis 2.500. Die Länge leitet sich aus vier Fragen ab: Erklärungsbedarf, Preis, Austauschbarkeit, und wie oft ein Artikel zurückkommt, weil etwas nicht klar war.

Produkttexte mit KI: der Prompt, der Daten verlangt

Ein Modell, das nur den Produktnamen bekommt, kann nur Floskeln liefern. Es hat keine Daten, also erfindet es welche. Der Grund für unbrauchbare KI-Produkttexte ist nach meiner Erfahrung fast immer der leere Prompt, nicht das Modell.

Prompt, der Daten verlangt statt Floskeln
Du schreibst Produkttexte für einen Fahrradshop.

DATENSATZ:
{hier den vollständigen Attributsatz einfügen}

ZIELGRUPPE: Pendler, die täglich fahren, technisch interessiert, aber keine Profis.
TONALITÄT: sachlich, in der zweiten Person, keine Superlative, keine Ausrufezeichen.

REGELN:
1. Verwende ausschließlich Angaben aus dem Datensatz. Fehlt eine Angabe,
   lasse sie weg und nenne sie am Ende als Lücke.
2. Merkmal und Nutzen im selben Satz. Nicht "70 Lux", sondern was das bedeutet.
3. Die zwei wichtigsten Angaben stehen in den ersten zwei Sätzen.
4. Keine Vergleiche mit anderen Produkten, kein Preis, kein Versand, kein Firmenname.

AUSGABE (drei Blöcke):
A) SHOP-FASSUNG   — mit Zwischenüberschriften und Aufzählung, 900–1.400 Zeichen
B) FEED-FASSUNG   — durchgehender Fließtext ohne Auszeichnung, 400–700 Zeichen
C) LÜCKENLISTE    — welche Felder fehlen, um den Text vollständig zu machen
Die wichtigste Zeile ist die Verbotszeile. Sie verwandelt eine erfundene Eigenschaft in eine Lückenliste, die du abarbeiten kannst. Derselbe Text funktioniert unverändert als Briefing für einen menschlichen Texter.

Lass dir Shop-Fassung und Feed-Fassung in einem Durchgang erzeugen, nicht nacheinander, sonst laufen die beiden Fassungen inhaltlich auseinander.

Die Prüfschleife: jede Angabe gegen die Quelle

Die Prüfung ist mechanisch und damit auch von Hand machbar: Jede Behauptung im Text muss auf ein Feld im Datensatz zeigen. Was auf nichts zeigt, wird gestrichen, nicht umformuliert. Eine vorsichtiger formulierte Falschaussage bleibt eine Falschaussage.

Der Text behauptet

  • „wasserdicht“

    Klingt plausibel bei einer Fahrradlampe und steht in vielen Herstellertexten.

  • „inklusive Universalhalterung“

    Das Wort Universal ist nirgends belegt.

  • „nach StVZO und IPX6 zertifiziert“

    Zwei Normen in einem Satz, eine davon erfunden.

Der Datensatz sagt

  • keine Schutzart im Datensatz

    Feld fehlt. Also weglassen und in die Lückenliste.

  • Halterung: Lenker 22–32 mm

    Konkret und überprüfbar. Genau das gehört in den Text.

  • nur zulassung: StVZO

    Die zweite Norm streichen. Falsche Normangaben sind keine Stilfrage.

Drei Fehlertypen tauchen immer wieder auf: erfundene Eigenschaften, falsch zugeordnete Normen und Zertifikate, und Ausstattung, die aus „optional“ zu „im Lieferumfang“ geworden ist. Aus meiner eigenen Arbeit, nicht aus einer Studie: Ein Modell, das seine eigenen Texte bewertet, hat in meinen Durchläufen so gut wie nichts gefunden. Erst der Wechsel auf ein zweites, unabhängiges Modell hat die Fehler zutage gefördert. Bei Handredaktion entspricht das dem Vier-Augen-Prinzip.

Was Google zu KI-Texten sagt, und wo wirklich eine Pflicht besteht

In der Suche ist KI nicht verboten. Die Spam-Richtlinie trifft „using generative AI tools or other similar tools to generate many pages without adding value for users“, also den fehlenden Mehrwert, nicht die Technik.

Im Merchant Center gilt dagegen eine Formatpflicht, und zwar wörtlich: „All descriptions created using generative AI must be provided using the structured description [structured_description] attribute.“ Beide Unterfelder sind laut Google erforderlich: digital_source_type mit dem Wert trained_algorithmic_media und content mit dem Text. Für Titel gilt dasselbe über structured_title.

feed.json — KI-Beschreibung korrekt gekennzeichnet
// Feed-Beispiel: KI-erzeugte Beschreibung korrekt gekennzeichnet
"structured_description": {
  "digital_source_type": "trained_algorithmic_media",
  "content": "Das Frontlicht Orbit 70 leuchtet mit 70 Lux und ist nach StVZO …"
}

// Beide Unterfelder sind laut Google erforderlich.
// Ein von Hand geschriebener Text steht weiter im Attribut description.
Quelle: Google Merchant Center-Hilfe zu KI-generierten Inhalten, abgerufen am 21.09.2026.

Was Google an dieser Stelle nicht sagt: dass die Kennzeichnung Sichtbarkeit kostet oder dass das Weglassen zur Ablehnung führt. Beides steht in der Hilfe nicht, deshalb behaupte ich es nicht. Belegbar ist allein die Formatvorgabe. Kurz: Die Suche bewertet den Mehrwert, der Feed verlangt ein bestimmtes Format. Wer das verwechselt, kennzeichnet an der falschen Stelle oder gar nicht.

Varianten: erst die Bauweise entscheiden, dann schreiben

Die erste Frage ist nicht, was du schreibst, sondern wie die Varianten gebaut sind. Google unterscheidet Varianten auf einer Seite von Varianten auf eigenen Seiten, und daraus folgt alles Weitere.

Zwei Bauweisen, zwei Antworten

Single-Page-Varianten: ein Text

Google schreibt dazu: „there must be only one distinct canonical URL for the overall ProductGroup that all variants belong to“. Hier schreibst du genau einen Text. Größen und Farben brauchen keine eigenen Texte, sie brauchen saubere Merkmale.

  • Ein Text für die Produktgruppe
  • Varianten als Merkmale, nicht als Textvarianten
  • ProductGroup mit variesBy, jede Variante mit inProductGroupWithID

Multi-Page-Varianten: eigene Substanz

Hier gilt laut Google das Gegenteil: „there is no single canonical URL representing the ProductGroup property (since the variants are distributed across equally important pages)“. Erst jetzt braucht jede Seite eigenen Inhalt — und zwar andere Information, nicht anderes Vokabular.

  • Derselbe Text mit ausgetauschtem Farbnamen ist die häufigste und teuerste Lösung
  • Schreib je unterscheidendem Merkmal statt je Kombination
  • Fünf Farben und sechs Größen sind elf Bausteine, nicht dreißig Texte

Vom Text zum Markup

Beim Texten entstehen genau die Felder, die Google für Händlereinträge empfiehlt. Sie müssen nur ausgezeichnet werden, statt im Fließtext zu versanden. Pflicht sind name, image und offers. Dabei gilt Googles allgemeine Regel für strukturierte Daten: Ausgezeichnet wird, was auf der Seite für Nutzer sichtbar ist. Markup ist die zweite Form derselben Angabe, kein Zusatzkanal für das, was im Text fehlt.

Für Google Search braucht es dafür keine Sonderdateien. Google schreibt zu den KI-Funktionen: „There are no additional requirements to appear in AI Overviews or AI Mode, nor other special optimizations necessary“ und „You don't need to create new machine readable files, AI text files, or markup.“ Was für KI-Systeme zählt, ist banaler: Maße, Material und Normen müssen als eindeutige Angaben im Seitentext und im Markup stehen. Was nur in einer Tabelle als Bild steht, taucht im extrahierten Seitentext nicht auf.

Was gibt dein Shop im Produkt-Markup aus?

Eine Produktadresse eingeben — der Check liest das JSON-LD und vergleicht es mit Googles Anforderungen für Händlereinträge, Snippets und Varianten.

Pflichtangaben gehören in Felder, nicht in den Werbetext

Die EU-Produktsicherheitsverordnung gilt seit dem 13. Dezember 2024. Für den Fernabsatz verlangt Artikel 19 der Verordnung (EU) 2023/988 unter anderem Name, Postanschrift und elektronische Adresse des Herstellers, bei Herstellern außerhalb der EU zusätzlich die verantwortliche Person in der Union, dazu Angaben zur Identifizierung des Produkts und Warnhinweise. Je nach Sortiment kommen weitere Pflichten dazu: Textilkennzeichnung, Grundpreisangabe, Energielabel.

Woran du merkst, ob der neue Text etwas gebracht hat

Lege vor der Änderung einen Referenzzeitraum fest und fasse die betroffenen Adressen in der Search Console als Gruppe zusammen. Danach lässt sich das nicht mehr sauber nachholen. Miss Impressionen und Klicks dieser Gruppe vorher und nachher, nicht einzelne Positionen: Positionen schwanken zu stark. Lass eine Kontrollgruppe unveränderter Produkte mitlaufen, sonst verwechselst du Saison mit Wirkung.

WasWie
ReferenzzeitraumVier bis acht Wochen vor der Änderung, als Seitengruppe in der Search Console
KontrollgruppeVergleichbare Artikel, die unverändert bleiben
Kennzahl 1Impressionen und Klicks der Gruppe, nicht die Position
Kennzahl 2Beanstandungen im Merchant Center — reagiert am schnellsten
Kennzahl 3Anteil der Artikel mit eigener Beschreibung, als Fortschrittszahl
WartezeitGoogle muss jede geänderte Seite erst wieder abrufen. Bei großen Katalogen ist das die eigentliche Verzögerung.

Und sei ehrlich zur Erwartung: Ein Produkttext allein bewegt selten den Umsatz. Er verhindert, dass ein Artikel gar nicht erst vorkommt.

Fünftausend Artikel: die Reihenfolge und die Rechnung

Vier Listen ergeben die Reihenfolge, und alle vier ziehst du aus Systemen, die du schon hast. Erstens: Produktseiten mit Impressionen, aber ohne Klicks in der Search Console. Google zeigt sie bereits, sie überzeugen nur nicht — das ist die billigste Verbesserung, die es gibt. Zweitens die Artikel mit Beanstandungen im Merchant Center. Drittens Varianten ohne eigenen Text. Viertens die Artikel mit reinem Herstellereinzeiler oder ganz ohne Beschreibung.

Dann rechne nach, mit deinen eigenen Zahlen:

Mit deinen Zahlen rechnen

Was kostet es, selbst zu schreiben?

Vier Eingaben, deine eigenen Werte. Die Rechnung sagt nichts über die Qualität — sie sagt nur, wie viel Arbeitszeit in deinem Katalog steckt, bevor die erste Übersetzung geschrieben ist.

Arbeitsstunden

0

Personentage à 8 h

0

Interne Kosten

0 €

Enthalten ist nur das Schreiben. Nicht enthalten: Produktdaten klären, Prüfschleife, Korrekturen, Import. Die zwanzig Minuten sind ein Erfahrungswert für einen Text mit vollständigem Datensatz, keine Messung.

Mach es selbst, wenn dein Katalog klein ist, du eine Sprache brauchst, deine Produktdaten vollständig sind oder du jemanden im Haus hast, der schreibt. Dafür brauchst du niemanden, und ich sage dir das lieber vorher. Ab der Größenordnung, in der die Rechnung kippt, entscheidet nicht mehr die Schreibqualität, sondern ob es eine Strecke gibt: Daten rein, geprüfte Texte raus, in allen Sprachen, in einem Format, das deine Entwicklung importiert. Wie das bei mir aussieht, steht auf der Leistungsseite.

Quellen

  • Google Merchant Center-Hilfe, Attribut description: Format, Grenze von 5.000 Zeichen, unerwünschte Inhalte, Empfehlung zu den ersten 160 bis 500 Zeichen. Abgerufen am 21.09.2026.
  • Google Merchant Center-Hilfe, KI-generierte Inhalte: structured_description und structured_title mit den Unterfeldern digital_source_type und content. Abgerufen am 21.09.2026.
  • Google Search Central, Spam-Richtlinien: massenhaft erzeugte Inhalte ohne Mehrwert. Abgerufen am 21.09.2026.
  • Google Search Central, hilfreiche Inhalte: keine bevorzugte Wortzahl. Abgerufen am 21.09.2026.
  • Google Search Central, Produktvarianten: Canonical bei Single-Page- und Multi-Page-Varianten. Abgerufen am 21.09.2026.
  • Google Search Central, Händlereinträge: empfohlene Felder für Product-Markup. Abgerufen am 21.09.2026.
  • Verordnung (EU) 2023/988 über die allgemeine Produktsicherheit, Artikel 19. Gilt seit 13.12.2024.

Kurz beantwortet.

Wie schreibe ich eine gute Produktbeschreibung?

Fang nicht beim Text an, sondern beim Datensatz: Maße, Material, Norm, Kompatibilität, Lieferumfang. Schreib die zwei bis drei entscheidenden Angaben nach vorn, Merkmal und Nutzen im selben Satz. Google empfiehlt für die Feed-Beschreibung ausdrücklich, die wichtigsten Angaben in den ersten 160 bis 500 Zeichen zu nennen. Was nicht im Datensatz steht, gehört nicht in den Text.

Wie lang muss ein Produkttext sein?

So lang, wie das Produkt Erklärung braucht. Google nennt keine bevorzugte Wortzahl und schreibt das wörtlich: „Are you writing to a particular word count because you've heard or read that Google has a preferred word count? (No, we don't.)“ Für den Produktfeed gibt es zwei belegte Zahlen: höchstens 5.000 Zeichen, und die wichtigsten Angaben in den ersten 160 bis 500. Aus meiner Arbeit: Verbrauchsartikel kommen mit 400 bis 600 Zeichen aus, erklärungsbedürftige Geräte brauchen 1.500 bis 2.500.

Darf ich den Text vom Hersteller übernehmen?

Erlaubt ja, sinnvoll selten. Denselben Text haben alle anderen Händler auch, damit liefert deine Seite keine Information, die woanders nicht steht. Gefragt ist andere Information, nicht anderes Vokabular: eigene Messwerte, Passungshinweise, typische Rückfragen aus deinem Kundenservice, Erfahrung mit dem Artikel.

Kann ich Produkttexte mit KI schreiben lassen, und muss ich das kennzeichnen?

Schreiben lassen ja, wenn das Modell Daten bekommt statt nur einen Produktnamen. Googles Spam-Richtlinie trifft das massenhafte Erzeugen von Seiten ohne Mehrwert, nicht die Technik. Im Merchant Center gilt dagegen eine Formatpflicht: „All descriptions created using generative AI must be provided using the structured description [structured_description] attribute.“ Beide Unterfelder sind erforderlich: digital_source_type mit dem Wert trained_algorithmic_media und content mit dem Text.

Was schreibe ich bei Farb- und Größenvarianten?

Das hängt an der Bauweise. Liegen alle Ausführungen auf einer Seite, gibt es laut Google genau eine Canonical für die ganze Produktgruppe, dann schreibst du einen Text. Hat jede Ausführung eine eigene Seite, braucht jede eigene Substanz. Schreib in beiden Fällen je unterscheidendem Merkmal, nicht je Kombination.

Was kostet es, Produkttexte schreiben zu lassen?

Der Preis hängt an drei Dingen: Artikelzahl, Anzahl der Sprachen und Zustand deiner Produktdaten. Deshalb kalkuliere ich Textstrecken je Paket, nachdem ich einen Auszug aus deinem Katalog gesehen habe. Der Rechner in diesem Artikel zeigt zuerst die andere Seite: was es dich kostet, wenn dein Team es selbst schreibt.

Willst du wissen, ob deine Produktdaten für Texte reichen?

Schick mir einen Auszug aus deinem Katalog, ein paar hundert Artikel genügen. Du bekommst eine Einschätzung, für wie viele Artikel die Daten für einen brauchbaren Text ausreichen und wo zuerst gearbeitet werden muss.

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