Website-Check: Befunde erklärt

Indexierung: Darf Google deine Seiten aufnehmen, und unter welcher Adresse?

Bevor eine Seite ranken kann, muss Google sie überhaupt aufnehmen dürfen — und erkennen, welche von mehreren Adressen für denselben Inhalt gilt. Diese Kategorie sammelt alle Befunde, die darüber entscheiden: noindex, Canonical, http und www, Sitemap und die Sprachangaben per hreflang.

Hasan Kalkan Informatiker, SEO seit 2012 19 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • 01noindex ist der härteste Befund dieser Kategorie: Google nimmt die Seite komplett aus der Suche — und damit auch aus KI-Antworten, die auf dem Suchindex aufbauen.
  • 02Doppelte Adressen (http und https, mit und ohne www, fremde Canonicals) verteilen Links und Signale auf mehrere URLs, statt sie auf einer zu bündeln.
  • 03Sitemap und hreflang sind Hilfen bei der Entdeckung und bei der Sprachzuordnung, sie ersetzen keine guten Inhalte. Kaputt oder halb eingebaut kosten sie trotzdem Sichtbarkeit.

Welche davon betreffen deine Website?

Der Website-Check prüft genau diese Befunde an deiner Domain, meist in unter 40 Sekunden, ohne Anmeldung, und verlinkt jeden Treffer hierher.

Ich sehe in Audits immer wieder Shops, die an Inhalten und Tempo feilen, während eine einzige Zeile im Template die halbe Website aus der Suche hält. Deshalb steht diese Kategorie im Website-Check ganz vorn: Sie beantwortet zwei Fragen, die vor allem anderen kommen. Darf Google die Seite aufnehmen? Und weiß Google, welche Adresse die richtige ist?

Unten findest du jeden Befund dieser Kategorie einzeln erklärt. Das Ergebnis des Website-Checks verlinkt bei jedem Befund genau hierher.

Seiten auf noindex: Google darf sie nicht zeigen

Was das heißt

Der Check meldet als Fehler, wie viele geprüfte Seiten auf noindex stehen, und nennt bis zu fünf Beispieladressen. Dort steht im Quellcode ein Meta-Tag namens robots oder im HTTP-Header ein X-Robots-Tag mit dem Wert noindex — eine ausdrückliche Anweisung an Suchmaschinen, diese Seite nicht in den Index aufzunehmen.

Warum es zählt

Google schreibt: „When Googlebot crawls that page and extracts the tag or header, Google will drop that page entirely from Google Search results, regardless of whether other sites link to it.“ Die Seite fällt komplett heraus. Das trifft auch KI-Antworten: Für Googles generative Suchfunktionen muss eine Seite laut Google „indexed and eligible to be shown in Google Search with a snippet“ sein. Welche Steuerungen dort sonst greifen — nosnippet, max-snippet, Google-Extended —, steht in Google KI-Übersichten und KI-Modus.

So behebst du es

Prüfe zuerst, ob es gewollt ist: Warenkorb, Konto und interne Suche dürfen auf noindex stehen. Bei Kategorie- und Produktseiten ist es meist ein Rest aus der Entwicklung. In WordPress sitzt der Gesamtschalter unter Einstellungen, Lesen („Suchmaschinen davon abhalten …“), einzelne Seiten steuert dein SEO-Plugin. In Shopify, Shopware und JTL-Shop steckt das Tag meist im Template mit den Meta-Angaben oder in einer Einstellung am Artikel oder an der Kategorie. Wichtig laut Google: Ist die Seite auch per robots.txt gesperrt, sieht Google das noindex nie — dann bleibt sie womöglich in der Suche. Nach der Korrektur die URL-Prüfung in der Search Console nutzen.

Quelle

Google Search Central: Block Search indexing with noindex (abgerufen 23.09.2026) und Optimizing your website for generative AI features on Google Search (abgerufen 23.09.2026).

http antwortet ohne Weiterleitung: derselbe Inhalt unter zwei Adressen

Was das heißt

Der Check ruft deine Startseite zusätzlich über http auf, also ohne Verschlüsselung. Antwortet sie dort direkt mit Inhalt statt mit einer Weiterleitung auf https, siehst du diesen Hinweis samt der geprüften http-Adresse. Dein Inhalt ist dann unter zwei Adressen erreichbar: einmal http, einmal https.

Warum es zählt

Google bevorzugt bei der Auswahl der Hauptadresse die verschlüsselte Version: „Google prefers HTTPS pages over equivalent HTTP pages as canonical, except when there are issues or conflicting signals.“ Diese Vorliebe ist aber kein Ersatz für eine klare Regel. Solange beide Adressen antworten, können Links, Lesezeichen und alte Verzeichniseinträge auf der http-Version landen, und deine Auswertungen zählen zwei Adressen statt einer. Für Besucher ist die unverschlüsselte Variante zusätzlich ein Vertrauensproblem, weil der Browser sie als nicht sicher markiert.

So behebst du es

Leite alle http-Anfragen serverseitig per 301 auf die gleiche https-Adresse um. Google empfiehlt für diesen Fall ausdrücklich serverseitige Weiterleitungen, weil sie am zuverlässigsten erkannt werden. Bei Shopify ist das Standard, du musst nichts tun. Bei WordPress, Shopware und JTL-Shop hängt es am Server: Bei Apache kommt die Regel in die .htaccess, bei nginx in den Server-Block, bei vielen Hostern gibt es im Panel einen Schalter „HTTPS erzwingen“. Danach einmal selbst testen: http-Adresse aufrufen und prüfen, ob der Browser bei https landet.

Quelle

Google Search Central: How to specify a canonical URL with rel="canonical" and other methods und Redirects and Google Search (beide abgerufen 23.09.2026).

Der Canonical zeigt auf eine andere Seite: so soll diese hier nicht in den Index

Was das heißt

Der Check meldet, wie viele Seiten per Canonical-Angabe auf eine andere Adresse verweisen, und zeigt die Paare als „Seite, Pfeil, Ziel“. Ein Canonical ist ein Verweis im Kopfbereich, der sagt: Nicht ich bin die Hauptversion, sondern diese andere Adresse. Der Check bewertet das als Hinweis, nicht als Fehler, denn manchmal ist es genau richtig.

Warum es zählt

Der Verweis ist laut Google ein starkes Signal dafür, welche Adresse in den Suchergebnissen erscheint und wo die Signale gebündelt werden. Zeigt er versehentlich auf die Startseite oder auf eine Entwicklungsdomain, nimmst du deinen Seiten die Chance, selbst zu ranken — und damit auch die Chance, in Googles KI-Antworten vorzukommen: Die setzen laut Google eine indexierte, snippet-fähige Seite voraus. Richtig ist der fremde Canonical bei Filterseiten, Druckansichten oder Varianten, die auf eine Hauptseite gebündelt werden.

So behebst du es

Gehe die gemeldeten Paare durch und entscheide: Soll die Zielseite wirklich die Hauptversion sein? Wenn nicht, setze auf der Seite ein Canonical auf sie selbst, absolut geschrieben mit Domain. Google empfiehlt dieses selbstreferenzierende Canonical ausdrücklich. Typische Ursachen aus unseren Audits: ein hart hinterlegter Canonical im Template, eine falsch konfigurierte Kanaldomain oder ein SEO-Plugin mit nie angepasstem Standardwert. Bei Shopware und JTL-Shop lohnt der Blick auf die Kanal- und Domaineinstellungen, bei WordPress auf das SEO-Plugin. Die systemtypischen Fälle — Shopify verlinkt Produkte aus Kollektionen unter einer zweiten Adresse, Shopware gibt Varianten eigene SEO-URLs — stehen in Shopify SEO und Shopware SEO.

Quelle

Google Search Central: How to specify a canonical URL with rel="canonical" and other methods und Optimizing your website for generative AI features on Google Search (beide abgerufen 23.09.2026), dazu Erfahrungswerte aus unseren Audits zu den Ursachen.

Mit und ohne www erreichbar: zwei Hausnummern für einen Laden

Was das heißt

Der Check ruft deine Domain in der jeweils anderen Variante auf: Hast du die Domain mit www eingegeben, prüft er sie ohne, und umgekehrt. Antworten beide Varianten direkt mit Inhalt, statt dass eine auf die andere weiterleitet, bekommst du diesen Hinweis mit der geprüften Adresse.

Warum es zählt

Google fasst solche Varianten meist selbst zusammen und nennt es einen Grund für Weiterleitungen, wenn eine Startseite über mehrere Adressen erreichbar ist: „it's a good idea to pick one of those URLs as your preferred (canonical) destination, and use redirects to send traffic from the other URLs to your preferred URL.“ Bis Google das erledigt hat, verteilen sich externe Links auf zwei Hostnamen, und in Analytics und Search Console siehst du zwei Datenreihen für eine Website.

So behebst du es

Entscheide dich für eine Variante — technisch ist keine besser, wichtig ist die Festlegung. Dann die andere serverseitig per 301 auf die gewählte umleiten, inklusive Pfad, damit nicht alles auf der Startseite landet. In Shopify und Shopware legst du die Hauptdomain im Kanal beziehungsweise in den Domaineinstellungen fest, in WordPress steht sie unter Einstellungen, Allgemein (WordPress-Adresse und Website-Adresse), in JTL-Shop in der Shop-URL-Einstellung. Dazu das Canonical auf die Hauptvariante setzen — und intern konsequent die Adresse verlinken, die du als Hauptversion ansiehst. Das empfiehlt Google ausdrücklich.

Quelle

Google Search Central: Redirects and Google Search und How to specify a canonical URL (beide abgerufen 23.09.2026).

Keine XML-Sitemap gefunden: Google muss sich alles zusammensuchen

Was das heißt

Der Check schaut an zwei Stellen nach: Nennt die robots.txt eine Sitemap, und liegt eine Datei unter /sitemap.xml? Findet er beides nicht, meldet er diesen Hinweis. Eine XML-Sitemap ist eine Datei, in der deine Seiten aufgelistet sind — ein Inhaltsverzeichnis für Suchmaschinen.

Warum es zählt

Ohne Sitemap findet Google neue Seiten nur über Links. Google beschreibt Sitemaps als Hilfe bei der Entdeckung, ausdrücklich ohne Garantie: „A sitemap helps search engines discover URLs on your site, but it doesn't guarantee that all the items in your sitemap will be crawled and indexed.“ Ehrlich dazu gehört die andere Hälfte der Aussage: Bei kleinen, intern gut verlinkten Websites — Google nennt die Größenordnung 500 Seiten und weniger — ist eine Sitemap nicht nötig. Bei Shops mit tiefen Kategorien, Filtern und neuen Artikeln pro Woche ist sie dagegen der schnellste Weg, damit neue Seiten überhaupt auffallen.

So behebst du es

Jedes gängige System kann eine Sitemap erzeugen. Shopify legt automatisch /sitemap.xml an, Shopware 6 erzeugt sie über einen geplanten Task, JTL-Shop hat die Erzeugung in den Einstellungen, bei WordPress übernimmt es der Kern oder dein SEO-Plugin. Danach zwei Dinge: die Adresse in der robots.txt mit einer Sitemap-Zeile eintragen und die Sitemap in der Google Search Console unter Sitemaps einreichen. Dort siehst du auch, ob Google sie lesen konnte.

Quelle

Google Search Central: Learn about sitemaps (abgerufen 23.09.2026).

Die Sitemap enthält keine Adressen: ein leeres Inhaltsverzeichnis

Was das heißt

Der Check hat eine Sitemap gefunden und gelesen, aber keine einzige Adresse darin gezählt. Du siehst den Hinweis samt der Adresse der geprüften Datei. Technisch ist die Datei da, praktisch nutzt sie nichts.

Warum es zählt

Eine leere Sitemap hilft Google bei der Entdeckung genauso wenig wie keine — mit dem Unterschied, dass du glaubst, das Thema erledigt zu haben. Aus unseren Audits ist eine leere Sitemap fast immer ein Symptom: Die Erzeugung läuft nicht, bricht ab oder schreibt in eine andere Datei als die, die ausgeliefert wird. Häufig steckt eine Sitemap-Index-Datei dahinter, die auf Unterdateien verweist, die es nicht mehr gibt. Wer sich auf die Sitemap verlässt, wartet dann wochenlang darauf, dass neue Produkte in der Suche auftauchen.

So behebst du es

Ruf die gemeldete Adresse selbst im Browser auf und schau hinein: Stehen dort URL-Einträge, Verweise auf Unterdateien, oder nichts? Prüfe dann die Erzeugung — bei Shopware 6 den geplanten Task und den Cache, bei JTL-Shop die Sitemap-Einstellung, bei WordPress das SEO-Plugin oder die Kern-Sitemap unter /wp-sitemap.xml. Wichtig ist auch, dass die Sitemap nur Adressen enthält, die indexierbar sind und mit 200 antworten. Danach in der Search Console erneut einreichen und den Bericht prüfen: Dort steht, wie viele Adressen Google gefunden hat. Ob der Bot die Adressen danach wirklich abruft, steht nur in deinen Logs: Logfile-Analyse für SEO.

Quelle

Google Search Central: Learn about sitemaps (abgerufen 23.09.2026) für die Rolle der Sitemap; die typischen Ursachen sind Erfahrungswerte aus unseren Audits.

Was das heißt

Der Check meldet, wie viele hreflang-Verweise ins Leere laufen, und zeigt die Paare als „Seite, Pfeil, Zielseite“. Seite A nennt Seite B als Sprachversion, aber Seite B nennt A nicht zurück. Bewertet werden nur Paare, bei denen beide Seiten im Lauf gecrawlt wurden.

Warum es zählt

hreflang funktioniert nur in beide Richtungen. Google schreibt: „If page X links to page Y, page Y must link back to page X. If this is not the case for all pages that use hreflang annotations, those annotations may be ignored or not interpreted correctly.“ Der Grund ist Missbrauchsschutz: Sonst könnte jede fremde Website behaupten, sie sei die englische Version deiner Seite. Fehlt der Rücklink, kann die ganze Gruppe ignoriert werden — dann zeigt Google deinen österreichischen Kunden womöglich die deutsche Seite mit falschen Versandkosten.

So behebst du es

Trage auf der Zielseite dieselbe hreflang-Gruppe ein: Jede Seite listet jede Sprachversion, inklusive sich selbst. Im Idealfall erzeugt dein System die Gruppe einmal zentral aus der Übersetzungsbeziehung, statt sie pro Seite zu pflegen. Das ist auch der Praxistipp aus unseren Audits: Die meisten Rücklink-Fehler entstehen, wenn eine Sprachversion für eine Seite fehlt und die Verweise trotzdem stehen bleiben. Google erlaubt ausdrücklich, einzelne Sprachen auf einzelnen Seiten wegzulassen — verarbeitet werden dann die Paare, die sich gegenseitig nennen.

Quelle

Google Search Central: Tell Google about localized versions of your page (abgerufen 23.09.2026).

Ungültige hreflang-Codes: Google versteht das Kürzel nicht

Was das heißt

Der Check sammelt alle Sprachkürzel aus deinen hreflang-Angaben und meldet die, die nicht dem erlaubten Muster entsprechen. Im Hinweis stehen bis zu sechs der beanstandeten Kürzel wörtlich, damit du sie im Template wiederfindest.

Warum es zählt

Google akzeptiert nur bestimmte Codes: „Only language codes listed in ISO 639-1 and region codes listed in ISO 3166-1 Alpha 2 are supported; other codes that aren't listed in those standards, such as es-419, aren't supported.“ Dazu eine Warnung in derselben Dokumentation: „You can't specify the country code by itself. The first code stands for the language and Google doesn't automatically derive the language from a country code.“ Ein falsches Kürzel heißt: Die Angabe wird ignoriert, die betroffene Sprachversion bleibt bei der Sprachauswahl unsichtbar. Und Codes wie EU oder UK haben laut Google keine Wirkung.

So behebst du es

Schreibe erst die Sprache, dann optional die Region: de, de-AT, en-GB. Häufige Fehler, die wir in Audits sehen: at statt de-AT, ch statt de-CH, en-UK statt en-GB, Unterstrich statt Bindestrich (de_AT) und Sprachcodes mit Zusatz wie de-DE-formal aus Übersetzungsplugins. Groß- und Kleinschreibung ist laut Google egal, die Region üblicherweise groß. Im System liegt die Ursache meist in der Sprachkonfiguration: bei Shopware und JTL-Shop in der Sprach- beziehungsweise Domainzuordnung, bei WordPress im Mehrsprachigkeits-Plugin, bei Shopify in den Markt- und Spracheinstellungen — dort erzeugt Markets die Angaben automatisch, sobald die Märkte saubere Sprachzuordnungen haben (Shopify SEO).

Quelle

Google Search Central: Tell Google about localized versions of your page (abgerufen 23.09.2026); die Liste der häufigen Schreibfehler ist ein Erfahrungswert aus unseren Audits.

hreflang ohne Selbstverweis: die Gruppe ist unvollständig

Was das heißt

Der Check zählt Seiten, die hreflang-Angaben haben, sich darin aber nicht selbst nennen, und zeigt bis zu fünf Beispiele. Die Seite verweist also auf ihre Übersetzungen, lässt aber die eigene Adresse mit der eigenen Sprache weg.

Warum es zählt

Die Regel ist eine der wenigen, die Google als Muss formuliert: „Each language version must list itself as well as all other language versions.“ Ohne Selbstverweis ist die Gruppe unvollständig, und Google kann die Zuordnung dieser Seite ignorieren. Praktisch bedeutet das: Deine Sprachversionen konkurrieren wieder untereinander, statt sauber nach Sprache und Region ausgespielt zu werden. Nebenbei nutzt Google hreflang-Gruppen auch bei der Auswahl der Hauptadresse — Seiten außerhalb der Gruppe haben es dort schwerer.

So behebst du es

In jeder Sprachversion alle Varianten listen, die eigene eingeschlossen. Der Block ist dann auf allen Seiten der Gruppe identisch, was die Pflege einfacher macht: Google selbst schreibt, dass die Menge der Links für jede Version der Seite gleich ist. Kontrolliere nach der Änderung im Quellcode einer Seite, ob ihre eigene Adresse mit dem richtigen Kürzel darin steht. Typische Ursache aus unseren Audits: Das Template erzeugt die Liste aus „allen anderen Sprachen“ und lässt die aktuelle bewusst weg. Genau diese eine Zeile fehlt dann.

Quelle

Google Search Central: Tell Google about localized versions of your page (abgerufen 23.09.2026) und How to specify a canonical URL (abgerufen 23.09.2026) zur Rolle der hreflang-Gruppen bei der Adresswahl.

Relative hreflang-Adressen: Google braucht die vollständige Adresse

Was das heißt

Der Check meldet Seiten, deren hreflang-Angaben keine vollständige Adresse enthalten, sondern nur einen Pfad wie /en/schuhe oder eine Kurzform wie //example.com/en/. Du siehst die Anzahl und bis zu fünf betroffene Seiten.

Warum es zählt

Google verlangt hier vollständige Adressen: „Alternate URLs must be fully-qualified, including the transport method (http/https), so: https://example.com/foo, not //example.com/foo or /foo.“ Relative Angaben werden nicht ausgewertet, die Sprachzuordnung fällt also aus — obwohl im Quellcode auf den ersten Blick alles vorhanden ist. Das ist einer der Befunde, die am häufigsten übersehen werden, weil der Browser den relativen Pfad problemlos auflöst und die Links für Menschen funktionieren.

So behebst du es

Alle hreflang-Adressen absolut schreiben, mit https:// und Hostname, und zwar exakt in der Variante, die auch sonst gilt (mit oder ohne www). Im Template heißt das meist: die Basis-URL des Shops voranstellen, statt nur den Pfad auszugeben. Prüfe dabei gleich mit, dass die Adressen nicht auf http zeigen — Google rät ausdrücklich davon ab, in hreflang-Angaben die http-Version zu nennen. Nach dem Deploy eine Seite im Quellcode ansehen und die Adressen einmal anklicken: Sie müssen ohne Weiterleitung auf der Zielseite landen.

Quelle

Google Search Central: Tell Google about localized versions of your page und How to specify a canonical URL (beide abgerufen 23.09.2026).

Kein x-default: für alle übrigen Sprachen wählt Google selbst

Was das heißt

Der Check meldet diesen Hinweis, wenn keine der geprüften Seiten mit hreflang-Angaben ein x-default enthält. x-default ist ein reservierter Wert und bedeutet: Diese Adresse gilt für alle Sprachen, die keiner deiner Versionen entsprechen.

Warum es zählt

Google empfiehlt eine solche Ausweichseite: „Consider adding a fallback page for unmatched languages, especially on language/country selectors or auto-redirecting home pages.“ Ohne x-default entscheidet Google selbst, welche deiner Versionen jemand sieht, der zum Beispiel mit italienischen Spracheinstellungen sucht und dessen Sprache du nicht anbietest. Das ist keine Katastrophe, aber du gibst die Entscheidung unnötig ab: Mit x-default legst du fest, wo dieser Besucher landet — auf der Sprachauswahl oder auf deiner internationalen Hauptversion.

So behebst du es

Ergänze in der hreflang-Gruppe eine zusätzliche Zeile mit hreflang="x-default" und der Adresse der Sprachauswahl oder der Hauptversion. Ein Sprachkürzel brauchst du dafür laut Google nicht. Diese Zeile steht, wie die anderen, auf allen Seiten der Gruppe. Dieser Befund ist einer der nachrangigen dieser Kategorie: Hast du nur eine Sprache, ignoriere ihn — er erscheint ohnehin nur, wenn dein System hreflang ausgibt. Betreibst du mehrere Länderversionen einer Sprache, gehört zusätzlich eine allgemeine Sprachversion dazu, etwa en neben en-GB und en-US.

Quelle

Google Search Central: Tell Google about localized versions of your page (abgerufen 23.09.2026).

Seiten ohne Canonical: Google wählt die Hauptadresse selbst

Was das heißt

Der Check zählt Seiten, in deren Kopfbereich keine Canonical-Angabe steht, und nennt bis zu fünf davon. Es fehlt also der Satz „Das ist meine offizielle Adresse“, mit dem eine Seite sich selbst als Hauptversion ausweist.

Warum es zählt

Google stellt klar, dass die Angabe nicht verpflichtend ist: „none of them are required; your site will likely do just fine without specifying a canonical preference“, und ohne Angabe bestimmt Google selbst, welche Version objektiv die beste zum Anzeigen ist. Genau das ist der Punkt: Sobald deine Seiten über mehrere Adressen erreichbar sind — Filter, Sortierung, Tracking-Parameter, Groß- und Kleinschreibung, Schrägstrich am Ende — trifft Google die Entscheidung, nicht du. Dann steht in der Suche die Adresse mit dem Kampagnenparameter, und Links auf Varianten zählen getrennt.

So behebst du es

Auf jeder Seite ein Canonical auf sich selbst, absolut geschrieben — Google empfiehlt dieses selbstreferenzierende Canonical und rät von relativen Pfaden ab. Die Angabe muss im HTML-Kopf stehen. Google rät außerdem davon ab, in Sitemap und rel=canonical unterschiedliche Adressen als Hauptversion anzugeben. In Shopify, Shopware, JTL-Shop und WordPress erledigt das das Standard-Template oder das SEO-Plugin; fehlt es, ist meist ein eigenes Theme im Spiel. Erzeugst du die Angabe per JavaScript, achte darauf, dass sie schon im ausgelieferten HTML steht — genau das empfiehlt Google.

Quelle

Google Search Central: How to specify a canonical URL with rel="canonical" and other methods (abgerufen 23.09.2026).

Sitemap nicht abrufbar: der Server hat die Anfrage abgewiesen

Was das heißt

Der Check wollte die Sitemap laden und hat einen Fehlercode bekommen, zum Beispiel 403 oder 503. Im Hinweis steht der Code und die geprüfte Adresse. Ob überhaupt eine Sitemap existiert, kann der Check in diesem Lauf nicht sagen — deshalb zählt dieser Befund nicht in die Bewertung.

Warum es zählt

Meist ist es kein SEO-Problem, sondern Bot-Schutz: Ein Sicherheitsdienst vor dem Server blockt Anfragen ohne Browser-Fingerabdruck. Das ist ein Erfahrungswert aus unseren Audits — und ein Grund, genauer hinzusehen, denn derselbe Schutz kann auch Googlebot und KI-Crawler treffen. Wie Google mit solchen Antworten umgeht, steht in der Dokumentation zu HTTP-Statuscodes: Inhalte von Adressen mit 4xx werden ignoriert und bereits indexierte Adressen aus dem Index entfernt, bei 5xx und 429 verlangsamt Google das Crawling und entfernt dauerhaft fehlerhafte Adressen später ebenfalls.

So behebst du es

Ruf die Adresse zuerst selbst im Browser auf. Kommt die Sitemap dort an, ist es Bot-Schutz oder eine Ratenbegrenzung: In wenigen Minuten erneut prüfen, und in der Search Console unter Sitemaps nachsehen, ob Google sie lesen kann. Kommt auch im Browser ein Fehler, liegt es am Server oder an der Erzeugung. Sprich bei 403 deinen Hoster oder deinen Sicherheitsdienst (etwa Cloudflare) darauf an, dass Suchmaschinen- und KI-Crawler die Sitemap und die robots.txt abrufen dürfen.

Quelle

Google Search Central: How HTTP status codes, and network and DNS errors affect Google Search (abgerufen 23.09.2026); die Einschätzung zur häufigsten Ursache ist ein Erfahrungswert aus unseren Audits.

Kurzfassung: Erst darf Google, dann weiß Google. noindex und ein falsch gesetzter Canonical entscheiden über das Darf. http, www und fehlende Canonicals entscheiden über die Adresse. Sitemap und hreflang helfen beim Finden und beim Zuordnen. Keiner dieser Punkte ist Kür — sie sind die Voraussetzung dafür, dass Inhalte und Tempo überhaupt wirken.

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Der Website-Check sieht sich deine Seiten an und meldet genau diese Befunde. Das Ergebnis des Website-Checks verlinkt bei jedem Befund genau hierher.

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Kurz beantwortet.

Wie schnell ist eine Seite wieder in Google, wenn ich noindex entferne?

Google muss die Seite dafür erst erneut abrufen. In Googles Dokumentation „Block Search indexing with noindex“ (abgerufen 23.09.2026, verlinkt im Abschnitt zu noindex oben) steht, dass es je nach Bedeutung der Seite Monate dauern kann, bis Googlebot sie wieder besucht; mit der URL-Prüfung in der Search Console lässt sich ein erneuter Abruf anstoßen. Aus unseren Audits: bei Startseiten und wichtigen Kategorien geht das oft in Tagen, bei tiefen Produktseiten dauert es deutlich länger.

Braucht jede Website eine Sitemap?

Nein. In Googles Dokumentation „Learn about sitemaps“ (abgerufen 23.09.2026, verlinkt im Abschnitt zur fehlenden Sitemap) steht, dass eine Sitemap bei kleinen und intern gut verlinkten Websites — Größenordnung 500 Seiten und weniger — nicht nötig ist. Bei Shops mit Filtern, Varianten und vielen Kategorien ist sie praktisch immer sinnvoll, weil neue Seiten sonst nur über Links gefunden werden.

Reicht ein Canonical, oder brauche ich eine Weiterleitung?

Googles Dokumentation „How to specify a canonical URL“ (abgerufen 23.09.2026, verlinkt im Abschnitt zu fehlenden Canonicals) nennt die Methoden nach ihrer Wirkung geordnet: zuerst Weiterleitungen, dann rel=canonical, zuletzt die Aufnahme in die Sitemap. Bei doppelten Hostnamen wie http und https oder www und ohne www gehört beides zusammen: 301 auf die Hauptadresse und dort ein Canonical auf sich selbst. Für Varianten, die es weiter geben soll (Filter, Parameter, Druckansichten), bleibt das Canonical das Mittel der Wahl.

Ich verkaufe nur in Deutschland. Sind die hreflang-Befunde für mich relevant?

Nur wenn dein System hreflang-Angaben ausgibt. Der Check meldet diese Befunde ausschließlich auf Seiten, auf denen er hreflang findet. Hast du keine Sprach- oder Länderversionen, brauchst du auch kein hreflang, und die Befunde erscheinen nicht.

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