Google muss aus einer Seite herauslesen, worum es dort geht, bevor die Seite zu einer Suchanfrage passen kann. Dafür gibt es ein paar Stellen, die mehr Gewicht haben als der Rest: den Titel im Quellcode, die Meta-Beschreibung, die Überschriften und den sichtbaren Haupttext. Sind diese Stellen leer, doppelt oder widersprüchlich, entscheidet Google selbst — und schreibt dann oft etwas anderes hin, als du willst.
Ich sortiere die Befunde hier nicht nach Schwere, sondern nach Thema: erst die Grundlagen, dann Titel, Beschreibung, Überschriften, Text, Sprache und Bilder. Jeder Abschnitt hat dieselben vier Teile, und jeder Befund aus dem Werkzeug hat seinen eigenen Ankerlink. Was Google wirklich schreibt, steht als Quelle darunter; was aus unseren Audits kommt, ist als Erfahrungswert gekennzeichnet.
Grundlagen mit Lücken: fünf Angaben, die jede Seite braucht
Was das heißt
Der KI-Check prüft fünf Grundangaben: Titel, Meta-Beschreibung, genau eine H1, ein Canonical und ob die Indexierung erlaubt ist. Stimmen alle fünf, steht im Ergebnis „Grundlagen sauber“, sonst „Grundlagen mit Lücken“ mit den fehlenden Punkten darunter — etwa „keine Description, 3 H1“. Ist noindex gesetzt, wird daraus der rote Befund „Seite ist auf noindex“. Titel und Beschreibung zählen nur mit, wenn sie auch in der Länge liegen — 25 bis 65 beziehungsweise 50 bis 160 Zeichen, unsere Faustregel und keine Google-Vorgabe. Darum steht dort auch „Title 72 Zeichen“, obwohl ein Titel da ist.
Warum es zählt
Ohne Titel und Beschreibung bestimmt Google den Text im Suchergebnis selbst, ohne H1 fehlt die Hauptaussage, ohne Canonical entscheidet Google bei Adress-Varianten allein. Bei noindex entfernt Google die Seite komplett aus den Suchergebnissen — „regardless of whether other sites link to it“ — und damit auch aus Googles KI-Antworten. Ob andere KI-Systeme noindex beachten, ist nicht dokumentiert. Ausführlich: Seiten auf noindex.
So behebst du es
Arbeite die Liste im Befund von oben nach unten ab. Titel und Beschreibung pflegst du bei Shopify unter „Suchmaschinen-Listing bearbeiten“, bei Shopware 6 im SEO-Bereich, bei WordPress über das SEO-Plugin, bei JTL an den SEO-Feldern des Artikels. H1 und Canonical kommen aus dem Template. Ein gesetztes noindex prüfst du zuerst auf Absicht: ein vergessenes noindex nach einem Relaunch ist ein häufiger Fund in unseren Audits.
Quelle
Google Search Central: Block Search indexing with noindex — abgerufen 23.09.2026. Die Auswahl der fünf Punkte ist Erfahrungswert aus unseren Audits.
Seiten ohne Titel: Google schreibt den Eintrag selbst
Was das heißt
Der Crawl hat Seiten gefunden, bei denen das title-Element im Quellcode fehlt oder leer ist. Im Ergebnis siehst du die Anzahl der betroffenen Seiten und bis zu fünf Beispieladressen zum Anklicken. Das ist ein roter Befund, weil sich die Stelle nicht umgehen lässt: Was im Suchergebnis als Überschrift steht, kommt zuerst aus diesem Element.
Warum es zählt
Google bittet ausdrücklich darum: „Make sure every page on your site has a title specified in the <title> element.“ Fehlt der Titel, erzeugt Google den Titel-Link trotzdem — aus der sichtbaren Hauptüberschrift, aus Überschriften-Elementen, aus og:title oder aus dem Ankertext fremder Links auf deine Seite. Das Ergebnis ist selten falsch, aber fast immer schwächer als ein Titel, den du selbst geschrieben hast. Auch für Sprachmodelle ist der Titel die kürzeste Zusammenfassung der Seite, die sie finden können.
So behebst du es
Je Seite ein eigener Titel, der Hauptbegriff zuerst, die Marke hinten. Bei Shopify und Shopware 6 setzt du ihn direkt am Produkt, an der Kategorie oder an der Seite; bei WordPress über das SEO-Plugin; bei JTL am Artikel in der Wawi. Wenn ganze Seitentypen ohne Titel ausgeliefert werden, liegt es nicht an einzelnen Datensätzen, sondern am Template — dann fehlt dort die Ausgabe des title-Elements, und der Fix gehört in die Vorlage, nicht in tausend Produkte.
Quelle
Google Search Central: Influencing your title links in search results — abgerufen 23.09.2026.
Gleiche Titel auf mehreren Seiten: niemand sieht den Unterschied
Was das heißt
Mehrere geprüfte Seiten benutzen denselben Titel. Das Werkzeug zählt alle Seiten, die sich einen Titel teilen, und nennt die Gruppen mit Beispieladressen. Typisch sind Varianten derselben Kategorie, Seiten mit Filtern und Templates, bei denen nur der Markenname im Titel steht.
Warum es zählt
Google nennt das „repeated or boilerplate text“ und schreibt dazu: „It's important to have distinct text that describes the content of the page in the <title> element for each page on your site.“ Mit einem Beispiel, das jeder Shopbetreiber kennt: Wenn jede Seite eines Shops „Cheap products for sale“ heißt, wird es für Nutzer unmöglich, zwei Seiten zu unterscheiden. In der Praxis treten die Seiten dann für dieselben Suchanfragen gegeneinander an, und im Suchergebnis fehlt der Grund, genau diese eine zu wählen. Google kann außerdem beginnen, den Titel selbst zu ergänzen.
So behebst du es
Titel je Seite eindeutig machen: das Thema der Seite zuerst, die Marke hinten. Bei Shops hilft ein Titel-Muster im Template, das die unterscheidenden Felder mitnimmt — Kategorie, Marke, Variante, Seitenzahl bei Listen. Reine Zähler wie „Seite 2“ reichen als Unterscheidung aus, Füllwörter nicht. Wenn zwei Seiten denselben Titel tragen, weil sie inhaltlich dasselbe sind, gehört nicht der Titel geändert, sondern eine der beiden Seiten weg oder per Canonical auf die andere gezeigt.
Quelle
Google Search Central: Influencing your title links in search results — abgerufen 23.09.2026.
Titel außerhalb der üblichen Länge: abgeschnitten oder halb leer
Was das heißt
Das Werkzeug zählt Titel mit weniger als 25 oder mehr als 65 Zeichen und meldet sie gemeinsam als „Titel außerhalb der üblichen Länge“, mit den Beispielseiten und der jeweiligen Zeichenzahl. Das ist ausdrücklich eine Faustregel aus unseren Audits und keine Google-Vorgabe — der Befund ist gelb, nicht rot.
Warum es zählt
Google setzt keine Grenze: „While there's no limit on how long a <title> element can be, the title link is truncated in Google Search results as needed, typically to fit the device width.“ Gekürzt wird also nach Platz auf dem Gerät, nicht nach Zeichen. Praktisch heißt das: Steht der wichtigste Begriff hinten in einem langen Titel, sieht ihn niemand. Ein sehr kurzer Titel wie „Startseite“ verschenkt dagegen Platz — Google warnt selbst vor vagen Bezeichnungen wie „Home“. In KI-Antworten wird der Titel oft als Quellenbezeichnung angezeigt; auch dort hilft eine aussagekräftige Zeile.
So behebst du es
Ziel sind etwa 45 bis 65 Zeichen, der wichtigste Begriff vorn, die Marke hinten. Prüfe nicht die Zeichen, sondern die Aussage: Wenn der Titel ohne den abgeschnittenen Teil noch verständlich ist, passt er. Bei Template-Titeln sorgt ein knappes Markensuffix dafür, dass die eigentliche Information nicht verdrängt wird.
Quelle
Die Zeichengrenzen sind Erfahrungswert aus unseren Audits. Belegt ist, dass Google nach Platz kürzt und vage Titel vermeiden möchte: Google Search Central: Influencing your title links in search results — abgerufen 23.09.2026.
Seiten ohne Meta-Beschreibung: der Text unter dem Titel fehlt
Was das heißt
Auf einigen geprüften Seiten fehlt das meta-Element mit dem Namen description. Im Ergebnis stehen die Anzahl und Beispieladressen. Haben alle geprüften Seiten eine eigene Beschreibung, meldet das Werkzeug das als grünen Befund — die Prüfung fällt also nicht stillschweigend weg.
Warum es zählt
Google erzeugt das Snippet vor allem aus dem Seiteninhalt und nimmt die Meta-Beschreibung dann, wenn sie die Seite besser beschreibt: „Google sometimes uses the meta description HTML element if it might give users a more accurate description of the page than content taken directly from the page.“ Fehlt sie, textet Google aus dem Seiteninhalt — oft aus dem ersten Absatz, der bei Shops gern aus Versandhinweisen oder Filterworten besteht. In unseren Audits kostet das vor allem Klicks: Der Text unter dem Titel passt dann nicht zur Suchanfrage. Eine Beschreibung ist laut Google „like a pitch“, die dem Suchenden zeigt, dass die Seite genau das ist, was er sucht.
So behebst du es
Je Seite eine eigene Beschreibung, die den Nutzen benennt statt Begriffe aufzuzählen. Google empfiehlt bei großen, datenbankgetriebenen Websites ausdrücklich, Beschreibungen programmatisch zu erzeugen, solange sie lesbar und unterschiedlich sind — im Shop also ein Muster mit echten Produktdaten. Gepflegt wird sie an derselben Stelle wie der Titel. Fang bei Startseite und den wichtigsten Seiten an; Google rät selbst, in diesem Fall zu priorisieren.
Quelle
Google Search Central: Control your snippets in search results — abgerufen 23.09.2026. Die Faustregel von 50 bis 160 Zeichen, mit der das Werkzeug prüft, ist Erfahrungswert aus unseren Audits.
Gleiche Meta-Beschreibung auf mehreren Seiten
Was das heißt
Mehrere Seiten teilen sich denselben Beschreibungstext. Das Werkzeug zählt die betroffenen Seiten und zeigt die Gruppen. Meist steckt dahinter ein Template, das für alle Seiten eines Typs denselben Satz ausgibt, oder eine Beschreibung, die nur aus dem Shopnamen und einem Werbesatz besteht.
Warum es zählt
Google ist hier direkt: „Identical or similar descriptions on every page of a site aren't helpful when individual pages appear in search results.“ Empfohlen wird eine Beschreibung auf Seitenebene für alle Unterseiten und eine Beschreibung auf Website-Ebene nur für Startseite und Übersichtsseiten. Auch Lighthouse prüft die Meta-Beschreibung als eigenen SEO-Punkt, mit derselben Begründung: Sie soll den Seiteninhalt knapp zusammenfassen. Erscheinen zwei deiner Seiten zur gleichen Suche, hat der Suchende bei gleichem Text keinen Grund, die passende zu wählen.
So behebst du es
Je Seite eine Beschreibung, die sagt, was genau diese Seite beantwortet. Bei vielen Seiten baust du ein Muster, das mindestens ein unterscheidendes Feld einsetzt — Produktname, Kategorie, Marke, Ort. Ein wiederkehrender Schlusssatz ist dabei in Ordnung, der Anfang muss unterschiedlich sein. Übersichts- und Filterseiten, die sich nur in einer Zahl unterscheiden, brauchen keine eigene Beschreibung, wenn sie ohnehin per Canonical zusammengefasst sind.
Quelle
Google Search Central: Control your snippets in search results — abgerufen 23.09.2026. Zum Lighthouse-Audit: Lighthouse: Document does not have a meta description — abgerufen 23.09.2026.
Seiten ohne H1: die Hauptaussage fehlt
Was das heißt
Auf einigen Seiten gibt es kein h1-Element. Im Ergebnis stehen Anzahl und Beispieladressen. Häufig sind es Startseiten, auf denen die große Zeile im Hero als reiner Text oder als Bild umgesetzt ist, und Kategorieseiten, bei denen das Template die Überschrift nur optisch groß macht.
Warum es zählt
Die H1 sagt Menschen und Maschinen in einem Satz, worum es auf der Seite geht. Google nennt Überschriften-Elemente wie h1 ausdrücklich als eine der Quellen, aus denen der Titel-Link gebildet wird, und bittet darum, die Hauptüberschrift hervorzuheben — „putting the title text in the first visible <h1> element on the page“. Für Screenreader ist die Überschriftenstruktur die Orientierung auf der Seite, und ein Sprachmodell nutzt Überschriften, um den passenden Abschnitt zu finden.
So behebst du es
Genau eine H1 je Seite, die das Thema benennt und nicht den Markennamen. Bei WordPress hängt das am Theme: Prüfe, ob der Seitentitel als h1 ausgegeben wird und ob der Baukasten die große Zeile nicht als reines Textmodul rendert. Bei Shopware 6 und Shopify liegt es im Template der Kategorie- oder Produktseite. Eine H1 als Bild ersetzt keine Überschrift; der Text gehört ins HTML.
Quelle
Dass genau eine H1 nötig sei, sagt Google nicht — das ist Erfahrungswert aus unseren Audits. Belegt ist die Rolle der Überschrift für den Titel-Link: Google Search Central: Influencing your title links in search results — abgerufen 23.09.2026.
Mehrere H1 auf einer Seite: kein Fehler, aber unscharf
Was das heißt
Auf einigen Seiten stehen zwei oder mehr h1-Elemente. Das Werkzeug meldet das gelb und mit niedriger Priorität — es ist der harmloseste Befund dieser Kategorie. Typische Ursache sind Baukasten-Module, die jede Abschnittsüberschrift als H1 anlegen, oder ein Slider mit mehreren großen Zeilen.
Warum es zählt
HTML erlaubt mehrere H1, und Google nennt keine Anzahl als Anforderung. Google beschreibt aber genau dieses Problem unter „No clear main title“: Wenn mehrere große, auffällige Überschriften auf einer Seite stehen und nicht klar ist, welche die Hauptüberschrift ist, nimmt Google möglicherweise einfach die erste als Text für den Titel-Link. Empfohlen wird, die Hauptüberschrift von allem anderen abzusetzen. Für Screenreader-Nutzer, die sich über die Überschriftenliste bewegen, verliert die Seite ebenfalls ihre Gliederung.
So behebst du es
Eine H1 als Seitenthema, alles Weitere als H2 und darunter. In Baukästen wie Elementor, Gutenberg oder dem Shopware-Erlebniswelten-Editor ist das eine Einstellung am Modul, kein Eingriff im Code — dort die Überschriftenebene auf H2 stellen und die Schriftgröße separat wählen. Große Schrift ist Gestaltung, die Überschriftenebene ist Struktur; beides muss nicht dasselbe sein.
Quelle
Google Search Central: Influencing your title links in search results, Abschnitt „No clear main title“ — abgerufen 23.09.2026. Dass eine einzige H1 die bessere Struktur ist, ist Erfahrungswert aus unseren Audits.
Seiten mit sehr wenig Text: nichts zum Bewerten
Was das heißt
Der Crawl zählt die Wörter im sichtbaren Text jeder Seite und meldet Seiten unter 150 Wörtern, mit Adresse und Wortzahl. Diese 150 sind unsere Faustregel, keine Google-Grenze. Bei einer Kontakt- oder Kategorieseite kann wenig Text völlig richtig sein — der Befund ist deshalb gelb und verlangt eine Einschätzung von dir.
Warum es zählt
Eine Seite kann nur für etwas gefunden werden, wenn sie zu diesem Etwas etwas sagt. Bei Ratgeber- und Leistungsseiten fehlt unter 150 Wörtern in unseren Audits fast immer genau die Antwort, für die die Seite gedacht war. Für KI-Antworten ist der Effekt noch deutlicher: Ein Sprachmodell zitiert Passagen. Wo keine Passage steht, gibt es nichts zu zitieren, und die Seite taucht in der Antwort nicht als Quelle auf — auch wenn sie inhaltlich die richtige gewesen wäre.
So behebst du es
Beantworte pro Seite die Frage, für die sie gefunden werden soll, in zwei bis drei Absätzen. Nicht mehr Text um des Textes willen: eine Frage als Überschrift, die Antwort direkt darunter mit Zahlen, Fristen und Bedingungen, danach die Details. Bei Kategorieseiten reicht meist ein kurzer eigener Einstiegstext über dem Sortiment. Wenn eine Seite nichts Eigenes zu sagen hat, ist Zusammenlegen die bessere Lösung als Auffüllen. Wie so eine Passage aussieht, mit Vorher-Nachher-Beispiel: AEO — die Passage schlägt die Seite.
Quelle
Erfahrungswert aus unseren Audits. Google nennt keine Mindestwortzahl, und wir behaupten keine.
Wenig eigener Inhalt im Verhältnis zur Navigation
Was das heißt
Hier vergleicht die Textprüfung zwei Zahlen: die Wörter im Haupttext und die Wörter im gesamten sichtbaren Text. Liegt der Haupttext unter 30 Prozent, erscheint der Befund je Seite mit Wortzahl des Haupttextes, Gesamtzahl der sichtbaren Wörter und dem Prozentwert. Gemessen wird erst ab 200 sichtbaren Wörtern, damit kurze Seiten keine Fehlalarme erzeugen.
Warum es zählt
Der Rest sind Menü, Filter, Teaser und Fußzeile — Text, der auf jeder Seite deiner Website gleich steht. Er unterscheidet die Seite also von keiner anderen. Für Google bleibt damit wenig, was nur zu dieser Seite gehört; für ein Sprachmodell, das die Seite gezielt liest, ist der eigene Inhalt zwischen Navigationsblöcken schwer zu finden. In unseren Audits sind Filterseiten und Landingpages mit großem Header die typischen Kandidaten.
So behebst du es
Ergänze je Seite einen eigenen Textblock mit etwa 150 bis 300 Wörtern zum Thema, sichtbar und nicht in einem zugeklappten Element versteckt. Zähle wiederkehrende Menü- und Filterblöcke nicht als Inhalt mit. Wenn die Navigation sehr umfangreich ist, prüfe zusätzlich, ob wirklich jeder Block auf jeder Seite gebraucht wird — Filter mit hunderten Einträgen kann man auch nachladen, statt sie in jede Seite zu schreiben. Warum gerade Kollektions- und Kategorietexte in Shops fast immer leer bleiben: Shopify SEO und Shopware SEO.
Quelle
Erfahrungswert aus unseren Audits. Die Schwelle von 30 Prozent ist unsere eigene, Google nennt kein Verhältnis von Inhalt zu Navigation.
Seiten mit fast gleichem Text: eine verdrängt die andere
Was das heißt
Die Textprüfung vergleicht alle Seiten mit genug Text paarweise über Fenster von fünf Wörtern. Teilen zwei Seiten mehr als 80 Prozent dieser Fenster, meldet das Werkzeug sie als Paar — beide Adressen und der Prozentwert der gleichen Textfenster. Sind Seiten praktisch identisch, wird der Befund rot, sonst gelb.
Warum es zählt
Google fasst Seiten mit gleichem oder sehr ähnlichem Inhalt zu einer Gruppe zusammen und zeigt davon eine. Welche das ist, entscheidet Google selbst, wenn du es nicht sagst: Bei Seiten, die per Sitemap eingereicht werden, gilt laut Google „Google will decide which pages (if any) are duplicates, based on similarity of content“. Die andere Seite fällt aus den Ergebnissen. Ohne klares Signal kann das auch die schwächere Variante sein — und bei Produktvarianten, Druckansichten oder Standortseiten mit Textvorlage passiert genau das regelmäßig.
So behebst du es
Zwei Wege, und du musst dich entscheiden. Entweder die Texte klar unterscheiden, weil die Seiten verschiedene Fragen beantworten. Oder die schwächere Seite per Canonical auf die starke zeigen lassen, weil es dieselbe Sache ist. Google beschreibt Weiterleitungen und rel=canonical als die stärksten Signale, mit denen du deine Hauptversion benennst. Bei Standortseiten aus einer Vorlage hilft pro Seite ein Absatz mit echtem Ortsbezug. Bei Produkt- und Variantentexten hängt die Antwort an der Bauweise der Varianten — ausführlich in Produktbeschreibungen schreiben.
Quelle
Google Search Central: How to specify a canonical URL with rel=canonical and other methods — abgerufen 23.09.2026. Die 80-Prozent-Schwelle und das Fünf-Wort-Fenster sind unsere Messmethode.
Text ist schwer lesbar: Note 5 oder 6
Was das heißt
Für Seiten mit mehr als 300 Wörtern Haupttext meldet das Werkzeug eine Lesbarkeit als Schulnote. Seiten bei Note 5 oder 6 erscheinen im Befund mit Adresse, Note und einem kurzen Hinweis, woran es liegt — meist an langen Sätzen, vielen langen Wörtern oder beidem. Kürzere Texte werden nicht bewertet, weil das Ergebnis dann zu stark schwankt.
Warum es zählt
Lesbarkeit ist Nutzerqualität, keine Google-Vorgabe — Google veröffentlicht keine Lesbarkeitsnote und verlangt keine. Was wir in Audits sehen: Schwer lesbare Seiten werden seltener zu Ende gelesen. Und wenn ein Sprachmodell eine Aussage aus der Seite zieht, wird sie ungenauer, sobald die eigentliche Information tief in Nebensätzen steckt. Kurze, klare Sätze sind der einfachste Weg, zitierfähig zu werden.
So behebst du es
Sätze auf unter 20 Wörter kürzen, Schachtelsätze auflösen, seltene Komposita durch gebräuchliche Wörter ersetzen. Eine Aussage pro Satz. Aufzählungen für Schritte, Tabellen für Vergleiche. Ziel ist Note 3 oder besser — nicht Note 1, denn Fachbegriffe, die deine Kunden benutzen, sollen drinbleiben. Wenn du unsicher bist: Lies den Absatz laut vor. Wo du Luft holen musst, ist der Satz zu lang.
Quelle
Erfahrungswert aus unseren Audits. Die Note stammt aus einer Lesbarkeitsformel, die wir selbst anwenden; sie ist kein Google-Kriterium.
Textsprache passt nicht zur Sprachauszeichnung
Was das heißt
Das Werkzeug erkennt die Sprache des Haupttextes und vergleicht sie mit dem, was die Seite auszeichnet: dem lang-Attribut im html-Tag oder der eigenen hreflang-Angabe. Weichen beide ab, siehst du es je Seite genau so: „Text en, lang-Attribut sagt de“. Geprüft wird nur bei klarer Spracherkennung und ab 30 Wörtern Haupttext, damit keine Fehlalarme entstehen. Das ist ein roter Befund.
Warum es zählt
Für die Spracherkennung selbst ist es Google gleichgültig: „Google doesn't use hreflang or the HTML lang attribute to detect the language of a page; instead, we use algorithms to determine the language.“ Die Auszeichnung wirkt aber an anderer Stelle. Google verlangt für hreflang-Gruppen, dass jede Sprachversion sich selbst und alle anderen auflistet, und ignoriert Paare, die nicht beidseitig aufeinander zeigen. Steht in der Selbstreferenz die falsche Sprache, verweist die Gruppe auf die falsche Version — und Browser-Übersetzung und Screenreader, die sich auf das lang-Attribut verlassen, arbeiten mit der falschen Sprache.
So behebst du es
Setze lang-Attribut und hreflang auf die Sprache, die tatsächlich im Text steht — oder übersetze den Text, wenn die Auszeichnung stimmen soll. Halbübersetzte Seiten sind die häufigste Ursache: Das Template ist auf Englisch umgestellt, die Inhalte sind noch deutsch. In Shopsystemen mit Mehrsprachigkeit hängt beides an der Sprachzuordnung des Verkaufskanals; prüfe dort zuerst, bevor du im Template suchst.
Quelle
Google Search Central: Tell Google about localized versions of your page — abgerufen 23.09.2026.
Bilder ohne alt-Attribut: Google und Screenreader sehen nichts
Was das heißt
Der Crawl zählt Bilder, bei denen das alt-Attribut komplett fehlt, und meldet die Summe mit den Seiten, auf denen sie stehen. Wichtig für das Verständnis des Ergebnisses: Gezählt werden nur Bilder ganz ohne Attribut. Ein leeres alt="" ist kein Befund, denn für rein dekorative Bilder ist es die richtige Lösung.
Warum es zählt
Google bezeichnet den Alt-Text als wichtigstes Attribut, um einem Bild zusätzliche Informationen mitzugeben, und nutzt ihn zusammen mit Bilderkennung und Seiteninhalt, um das Motiv zu verstehen. Ohne Alt-Text ist ein Bild für die Bildersuche schwer einzuordnen, und wenn das Bild ein Link ist, fehlt der Ankertext. Für Menschen mit Screenreader ist der Alt-Text die einzige Beschreibung, die es gibt — er ist also auch eine Frage der Barrierefreiheit.
So behebst du es
Jedes inhaltstragende Bild beschreiben, knapp und im Zusammenhang der Seite. Google zeigt den Unterschied selbst: „puppy“ ist besser als nichts, „Dalmatian puppy playing fetch“ ist gut. Keine Keyword-Listen — das kann laut Google dazu führen, dass die Website als Spam eingeordnet wird. Rein dekorative Bilder bekommen alt="" — laut HTML-Standard heißt das, dass das Bild kein wesentlicher Teil des Inhalts ist. Gepflegt wird der Alt-Text in der Medienverwaltung deines Systems, bei WordPress in der Mediathek; Produktbilder aus einem Import brauchen ein eigenes Feld in der Importdatei.
Quelle
Google Search Central: Google Images best practices — abgerufen 23.09.2026. Zum leeren alt-Attribut der Standard: MDN: Das img-Element, Attribut alt — abgerufen 23.09.2026.
Kurzfassung: Titel und Beschreibung sind die zwei Zeilen, die im Suchergebnis über den Klick entscheiden — je Seite eigen, Hauptbegriff vorn. Eine H1 benennt das Thema, der Haupttext beantwortet die Frage, für die die Seite gefunden werden soll. Gleiche Titel, gleiche Beschreibungen und fast gleiche Texte lassen deine eigenen Seiten gegeneinander antreten. Alle Zeichen- und Wortgrenzen in diesem Bericht sind Erfahrungswerte; belegt ist, dass Google nach Platz kürzt und eigene Texte je Seite erwartet.
Der nächste Schritt
Wenn du aus dem Website-Check hierher gekommen bist, hast du deine Befunde schon vor dir und weißt jetzt, was dahintersteckt. Wenn nicht: Prüf deine Domain. Das Ergebnis des Website-Checks verlinkt bei jedem Befund genau hierher, mit den betroffenen Seiten zum Anklicken.