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Studie · Oktober 2026 · ChatGPT ohne Anmeldung · USA und Deutschland

ChatGPT-Kaufbox: Bevorzugt ChatGPT Händler mit Feed?

In der Branche kursiert die Behauptung, ChatGPT zeige in den USA kaum Produkte ohne Feed an OpenAI und ziehe Feed-Händler auch dann vor, wenn andere günstiger sind. Ich habe Kartenquellen und Preise in den USA und Deutschland geprüft. Die gemessenen Karten erscheinen überwiegend ohne die definierten Quellenkennungen. Ob ihre Händler tatsächlich keinen Feed liefern, lässt sich daraus nicht bestimmen. Für eine systematische Bevorzugung teurerer Feed-Angebote gibt es keinen belastbaren Beleg; widerlegt ist sie damit auch nicht.

Hasan Kalkan Informatiker, SEO seit 2012

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65,4 %

Web-Karten in den USA

868 von 1.327 Karten ohne definierte Quellenkennung; OpenAI-Feed: 30,7 %

71,4 %

Web auf Kartenplatz 1 in den USA

300 von 420 ersten Kartenplätzen; OpenAI-Feed: 26,7 %

23/31

günstigste bestätigte Modellkarte vorne

Gemischte USA-Antworten; vier formale Preisfälle, kein bestätigter Preisnachteil

20,5 %

Google-Shopping-Karten in Deutschland

246 von 1.201 Karten; keine mit der definierten OpenAI-Feed-Kennung

Eigene Messung vom 22. bis 24. Oktober 2026, ChatGPT ohne Anmeldung. Quellenanteile beziehen sich auf Karten; der Preisvergleich auf gemischte Antworten mit bestätigtem Produktmodell.

Datenbasis und Methode

Gemessen wurde ChatGPT ohne Anmeldung vom 22. bis 24. Oktober 2026 für die USA und Deutschland. Die kuratierte Auswahl umfasst 168 Fragen aus zwölf Produktkategorien: Kategoriefragen, Fragen zu konkreten Produkten und Vergleiche. Jede Frage wurde je Tag zweimal gestellt. Zusammen sind das 1.008 Antworten ohne gemeldeten Erfassungsfehler, je 504 für die USA und Deutschland. Alle erwarteten Frage- und Wiederholungspaare sind vorhanden, ohne Duplikate. Die Übersicht der EverGrow-Studien zu SEO und KI-Suche ordnet diese Untersuchung neben den Messungen zu Bot-Zugang und Webanalyse ein.

Die Erfassung erfolgte automatisiert über einen Dienst für Suchergebnisse. Gezählt wurden die gelieferten Produktkarten und ihre Reihenfolge. Das kann von einem eigenen Browserfenster abweichen. Die Untersuchung misst die Karten ohne Anmeldung, nicht alle ChatGPT-Oberflächen oder alle Händler.

Die Quellenzuordnung folgt erkennbaren Merkmalen an Karten und Links, in dieser Reihenfolge:

  • F – OpenAI-Feed: Der Kartenlink enthält utm_medium=feed.
  • G – Google Shopping: Die Karte enthält eine spezifische Google-Shopping-Produktkennung.
  • H – nur Händler-ID: Es bleibt eine Händler-Artikelnummer, ohne die zuvor genannten Kennungen.
  • W – Web: Keine dieser Kennungen wurde gefunden. Die tatsächliche Herkunft des Preises bleibt damit offen.

Eine Web-Karte beweist nicht, dass der Händler keinen Feed liefert. Zehn USA-Karten enthalten die abweichende Kennung utm_medium=openaifeed. Sie zählen nach der festgelegten Einteilung nicht als F-Karten, sondern je nach vorhandener Händler-ID zu H oder W. Die Quellenanteile sind deshalb keine vollständige Erhebung tatsächlicher Feed-Teilnahmen.

USA: Web-Karten bilden die Mehrheit

420 von 504 USA-Antworten enthalten Karten (83,3 %). Von insgesamt 1.327 Karten tragen 408 die definierte OpenAI-Feed-Kennung (30,7 %). 868 Karten sind als Web eingestuft (65,4 %). In 239 der 420 Antworten mit Karten kommt überhaupt keine F-Karte vor.

Kartenquellen in den USA und Deutschland

22.–24.10.2026 · ChatGPT ohne Anmeldung

QuelleUSADeutschland
OpenAI-Feed408 (30,7 %)0 (0,0 %)
Google Shopping2 (0,2 %)246 (20,5 %)
Nur Händler-ID49 (3,7 %)4 (0,3 %)
Web (ohne Quellenkennung)868 (65,4 %)951 (79,2 %)

Kartenanteile, keine Anteile an Antworten, unterschiedlichen Produkten oder Händlern. „Web“ heißt: keine der definierten Quellenkennungen gefunden. Das beweist nicht, dass der Händler keinen Feed liefert.

Karten ohne die definierten Quellenkennungen sind in dieser Messung häufig; die tatsächliche Sichtbarkeit von Produkten ohne Feed wurde damit nicht bestimmt. Präzise bleibt die Einheit: Kartenanteile, keine Anteile an Antworten oder unterschiedlichen Produkten und Händlern. Dieselben Modelle oder Händler können mehrfach erscheinen.

Auf Kartenplatz 1 stehen meist Web-Karten

In den USA steht 300-mal eine Web-Karte vorne (71,4 %), 112-mal eine Feed-Karte (26,7 %). Der erste Kartenplatz ist damit in dieser Messung überwiegend ohne die definierten Quellenkennungen besetzt. Daraus lässt sich kein kausaler Rankingmechanismus ableiten.

Welche Quelle steht auf Kartenplatz 1?

22.–24.10.2026 · ChatGPT ohne Anmeldung

QuelleUSADeutschland
OpenAI-Feed112 (26,7 %)0 (0,0 %)
Google Shopping0 (0,0 %)54 (12,3 %)
Nur Händler-ID8 (1,9 %)0 (0,0 %)
Web (ohne Quellenkennung)300 (71,4 %)384 (87,7 %)

Anteile an den ersten Kartenplätzen in Antworten mit Karten. Hier zählt die erste Karte der gesamten Antwort, vor der Produktprüfung für den Preisvergleich. Die Kennungen beschreiben Karten, nicht die tatsächliche Feed-Teilnahme eines Händlers.

Preis: Vier formale Fälle, kein belegter Preisnachteil

Der direkte Preisvergleich beschränkt sich auf Fragen zu konkreten Produkten, positive Preise in Landeswährung und Karten, deren Titel oder Link das gefragte Modell bestätigen. Zubehör, Gebrauchtware und erkennbare andere Modelle werden ausgeschlossen. Verglichen wird innerhalb derselben Antwort: F gegen jede andere Quelle. Zusätzliche Angebote im Antworttext zählen nicht als Karten.

„Vorne“ heißt im Preisvergleich: die erste bestätigte Karte des gefragten Modells. Das muss nicht die erste Karte der gesamten Antwort sein. Gleiches Modell bedeutet außerdem noch nicht gleiche Größe, Farbe, Ausstattung oder tatsächlich kaufbare Variante.

In 23 von 31 gemischten USA-Antworten (74,2 %) ist die erste bestätigte Modellkarte zugleich die günstigste bestätigte Karte. In 4 von 31 Antworten (12,9 %) steht in den strukturiert erfassten Feldern eine teurere Feed-Karte vor einer günstigeren Nicht-Feed-Karte. Der deskriptive 95-%-Wilson-Bereich dafür ist 5,13–28,85 %. Die 31 Antworten betreffen nur 17 unterschiedliche Produktfragen beziehungsweise Modelle; die Beobachtungen sind nicht unabhängig.

Alle vier formalen Fälle „teurere Feed-Karte vorne“. Kartenpreise in USD; keine bestätigten Aufpreise identischer kaufbarer Angebote.
Tag und ProduktErfasste Kartenpreise und PositionenBefund der Gegenprüfung
22.10. · UPPAbaby Vista V3Baby enRoute (F), Pos. 2: 735,39; Capital Kidz (W), Pos. 3: 719,99 (+2,1 %).Pos. 1 ist Open Box und ausgeschlossen. Die Ausstattung ist nicht zuverlässig vergleichbar. Kein belegter Preisnachteil für dasselbe Angebot.
23.10. · Sony WH-1000XM5Target (F), Pos. 1: 399,99; Amazon/Best Buy (W), Pos. 2/3: je 198,00 (+102,0 %).Extraktionswiderspruch: Titel und Antworttext nennen vorne Sony für 198,00, die strukturierten Felder Target für 399,99. Kein bestätigter Anzeige-Aufpreis.
24.10. · Cuisinart DCC-3200Home Depot (F), Pos. 1: 89,95; eBay (W), Pos. 3: 78,00 (+15,3 %).Für eBay nennt der Antworttext 19,50 Versand, zusammen 97,50 vor Steuern. Für Home Depot sind 89,95 als Artikelpreis angegeben; Versandkosten sind nicht beziffert. Ein Gesamtpreisnachteil des Feed-Angebots ist damit nicht belegt.
24.10. · ASICS Gel-Nimbus 26Pacers (F), Pos. 1: 95,00; Amazon (W), Pos. 2: 75,00 (+26,7 %).Pacers: Herren US 11,5. Amazon: Damen, nur ungefährer berichteter Aktionspreis und Suchlink. Keine identische verfügbare Variante belegt.

Nach Ausschluss der laut Produktregeln nicht vergleichbaren Ausstattungen bleiben 27 gemischte USA-Antworten. In 3 davon steht formal eine teurere Feed-Karte vorne (11,1 %; deskriptiver 95-%-Wilson-Bereich 3,85–28,06 %). Auch diese Einschränkung garantiert keine identische Größe, Farbe oder Geschlechtsvariante. Die Fallzahl ist klein.

Deutschland: Google-Shopping-Daten, keine definierte OpenAI-Feed-Kennung

In Deutschland enthalten 438 von 504 Antworten Karten (86,9 %). Unter den 1.201 Karten findet sich keine mit der definierten OpenAI-Feed-Kennung. 246 Karten (20,5 %) tragen Google-Shopping-Kennungen, 951 Karten (79,2 %) keine der strukturierten Quellenkennungen. Ein gemischter F/Nicht-F-Preisvergleich ist hier nicht möglich.

Für diese Messung spielt der über die definierte Kennung erkennbare OpenAI-Feed in Deutschland keine Rolle, Google-Shopping-Daten dagegen schon. Ob ein einzelner Web-Preis aus einem Händlerangebot, Preisvergleich oder einer anderen Quelle stammt, bleibt offen. Der Befund gilt für den gemessenen Zeitraum und Zugang.

Was du als Shop daraus ableiten kannst

Die Gegenprüfungen zeigen vor allem, wie leicht Preise scheinbar vergleichbar wirken. Daraus leite ich praktische Hinweise zur Datenqualität ab, keine belegte Rankingwirkung:

  • Halte Produktangaben konsistent. Wenn du Daten über mehrere Wege lieferst, sollten Modell, Händler und Preis auf Produktseite und in Produktdaten zusammenpassen. Der Sony-Fall zeigt, wie widersprüchliche Angaben eine Auswertung verzerren können.
  • Mach Varianten eindeutig. Größe, Geschlechtsvariante, Generation und Lieferumfang entscheiden darüber, ob zwei Angebote vergleichbar sind.
  • Zeig den Gesamtpreis einschließlich Versand klar. Im Cuisinart-Fall entfällt der scheinbare eBay-Preisvorteil, wenn dessen bezifferter Versand zum Artikelpreis hinzugerechnet wird; ein vollständiger Endpreisvergleich bleibt offen. Ein niedriger Kartenpreis allein ist kein gesicherter Preisvorteil.

Ob sich ein Feed für deinen Shop lohnt oder deine Platzierung verbessert, beantwortet diese Studie nicht.

Grenzen der Untersuchung

  • Auswahl und Zeitraum: zwölf kuratierte Kategorien, drei Messtage, USA und Deutschland ohne Anmeldung. Keine repräsentative Stichprobe aller Kaufanfragen. Angemeldete USA-Kaufboxen wurden nicht gemessen.
  • Quellenkennungen: Fehlende oder abweichende Marker begrenzen die Zuordnung. „Web“ ist kein Nachweis fehlender Feed-Teilnahme.
  • Kleine, abhängige Preisstichprobe: Wiederholungen und dieselben Produkte über mehrere Tage sind abhängig. Die Wilson-Bereiche beschreiben die beobachteten Anteile; sie sind kein kausaler Test einer Rankingbevorzugung.
  • Vergleichbarkeit und Erfassung: Größen, Ausstattungen, Geschlechtsvarianten, Lagerbestand und Endpreise einschließlich Versand und Steuern wurden nicht vollständig geprüft. Strukturierte Kartenfelder können dem Antworttext widersprechen.
  • Keine Marktpreisgarantie: „Günstigste“ bedeutet hier günstigste bestätigte Karte derselben Antwort. Das günstigste Angebot im gesamten Markt oder aktuelle kaufbare Preise sind damit nicht belegt.

Quellen

  • Eigene Messung: ChatGPT ohne Anmeldung, USA und Deutschland, 22. bis 24. Oktober 2026; 1.008 Antworten ohne gemeldeten Erfassungsfehler. Kartenmerkmale, Preise und Reihenfolge wie in der Methode beschrieben.
  • Gegenprüfung aller vier formalen Preisfälle anhand der gespeicherten Antworttexte; zusätzliche manuelle Stichprobe zur Modellzuordnung und Prüfung der Quellenmerkmale. Modellgleichheit bestätigt keine identische kaufbare Variante.

Passende Leistungen: GEO für Onlineshops.

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Kurz beantwortet.

Brauche ich einen OpenAI-Feed, um in ChatGPT aufzutauchen?

Ob ein OpenAI-Feed Voraussetzung ist, lässt sich mit dieser Messung nicht entscheiden. In den USA haben 65,4 % der Karten keine der definierten Quellenkennungen, 30,7 % tragen die definierte OpenAI-Feed-Kennung. Eine Web-Karte beweist nicht, dass der Händler keinen Feed liefert. Ob ein Feed deine Sichtbarkeit verbessert, wurde nicht untersucht.

Bevorzugt ChatGPT teurere Feed-Händler?

Dafür gibt es in dieser Messung keinen belastbaren Beleg. In 4 von 31 gemischten USA-Antworten steht formal eine teurere Feed-Karte vorne. Nach Gegenprüfung belegt keiner dieser Fälle einen Preisnachteil für dasselbe tatsächlich kaufbare Angebot. Die kleine Stichprobe widerlegt eine Bevorzugung aber auch nicht.

Welche Rolle spielt Google Shopping in Deutschland?

246 von 1.201 deutschen Karten (20,5 %) tragen Google-Shopping-Kennungen. Keine Karte trägt die hier definierte OpenAI-Feed-Kennung. Das belegt Google-Shopping-Daten in diesen Karten, aber weder die tatsächliche Herkunft aller übrigen Preise noch die Feed-Teilnahme jedes Händlers.

Gilt das auch für ChatGPT mit Anmeldung?

Die Hauptmessung gilt für ChatGPT ohne Anmeldung in den USA und Deutschland. Angemeldete USA-Kaufboxen wurden nicht gemessen. Angemeldete deutsche Produktfenster sind eine andere Oberfläche; die hier gezeigten Anteile und Preisfälle lassen sich nicht auf sie übertragen.

Hasan Kalkan

Über den Autor

Hasan Kalkan, SEO- und GEO-Spezialist und Informatiker (B.Sc.), seit 2012 im SEO. Ich werte Server-Logs, Search Console und Webanalyse großer Onlineshops aus und veröffentliche, was sich verallgemeinern lässt, mit Methode und Grenzen.

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